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Regional Sartorius wächst zweistellig, aber ...
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15:49 23.10.2018
Joachim Kreuzburg, Vorstandsvoritzender der Sartorius AG, präsentiert mit den Neunmonatszahlen ein zweistelliges Wachstum. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Die Sartorius AG hat starke Zahlen präsentiert: In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018 wuchs der international führende Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie bei Umsatz und Gewinn weiter zweistellig.

Sartorius hat in den ersten neun Monaten 2018 ein sehr gutes organisches Wachstum erzielt“, betont Joachim Kreuzburg. Der Vorstandsvorsitzende präzisiert: „Das gilt insbesondere für die Bioprozess-Sparte, die über alle Produktkategorien und in allen Regionen dynamisch zulegen konnte.In der Laborsparte verlief das Wachstum im dritten Quartal aufgrund einer schwächeren Nachfrage aus Europa unter unseren Erwartungen. Auf Konzernebene wird dieser Effekt jedoch durch die starke Entwicklung im Bioprozess-Geschäft weitgehend kompensiert, sodass wir unsere ambitionierte Gesamtjahresprognose unverändert bestätigen.“

Zum Halbjahr hatte der Konzern deutlich erhöhte Erwartungen für das Umsatzwachstum von etwa 12 bis 15 Prozent mitgeteilt. Die operative Ertragsmarge sollte im Vergleich zum Vorjahreswert von 25,1% unverändert um etwa 0,5 Prozentpunkte zulegen.

An der Börse lösten die guten Zahlen allerdings keinen Höhenflug aus. Die im TecDax und MDax notierten Aktien verloren nach Bekanntgabe des dritten Quartalsberichts mehr als fünf Prozent. Vom Rekord-Höchstwert im August (158,60 Euro) ist das aktuell um die 110 Euro teure Papier weit entfernt.

Operatives Ebitda erhöht sich überproportional zum Umsatz

In den ersten neun Monaten 2018 habe Sartorius seinen Umsatz wechselkursbereinigt um 13,4 Prozent auf 1,153 Milliarden Euro (nominal: plus 10,9 Prozent) gesteigert, teilt der Konzern mit. Der Großteil des Wachstums sei organisch erzielt worden, während Akquisitionen knapp 1,5 Prozentpunkte beitrugen. Der Auftragseingang sei um 13,3 Prozent auf 1,22 Mrd. Euro angewachsen. Geografisch hätten alle Regionen zum Wachstum des Konzerns beigetragen, heißt es in der Mitteilung.

Neben dem Umsatz habe der Konzern auch sein Ergebnis der ersten neun Monate 2018 deutlich gesteigert. So erhöhte sich das operative Ebitda überproportional zum Umsatz um 15,0 Prozent und erreichte 294,2 Mio. Euro, die entsprechende Ebitda-Marge lag bei 25,5 Prozent nach 24,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Ebitda-Marge spiegelt das Verhältnis des betrieblichen Ergebnisses vor Abschreibungen (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) zum Umsatz wider. „Der maßgebliche Konzernnettogewinn legte signifikant um 21,8 Prozent auf 126,3 Mio. Euro zu“, teilt Sartorius mit. Die Eigenkapitalquote belaufe sich zum Ende des Berichtszeitraums auf 35,6 Prozent (2017: 35,1 Prozent) und der dynamische Verschuldungsgrad auf 2,4 Prozent (2017: 2,5 Prozent).

Spartenprognosen angepasst

Ein wenig Sorgen bereitet Sartorius die Sparte Lab Products & Services. Wegen der schwächeren Nachfrageentwicklung in Europa reduziert die Unternehmensleitung die Wachstumserwartungen auf 8 bis 10 Prozent. Bisher war der Konzern von 12 bis 15 Prozent ausgegangen. Die operative Ertragsmarge soll weiter steigen, gerechnet wird nun aufgrund des geringeren Umsatzwachstums jedoch mit einer Erhöhung um etwa einen halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 18,0 Prozent (bisher um einen Prozentpunkt).

Konzernchef Kreuzburg hatte während der Bilanzpressekonferenz zu Beginn des Jahres ehrgeizige Ziele präsentiert. Bis 2025 soll der Umsatz demnach auf vier Milliarden Euro verdreifacht und die Mitarbeiterzahl auf 15 000 verdoppelt werden. Aktuell beschäftigt Sartorius mehr als 8000 Mitarbeiter an rund 60 Produktions- und Vertriebsstandorten weltweit.

Von Mark Bambey / r

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