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Regional Betonwerk steht vor Umzug
Nachrichten Wirtschaft Regional Betonwerk steht vor Umzug
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16:41 11.07.2017
Von Frank Beckenbach
Blick aus dem Sartorius-Produktionsgebäude für Labortechnik auf das Sibobeton-Gelände Quelle: bb
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Göttingen

Das Beton-Unternehmen soll, wenn es zu einer Einigung über den Kaufpreis kommt und die Stadt Göttingen einen Flächennutzungsplan geändert hat, umsiedeln.

Auf dem Sartorius-Campus im Groner Industriegebiet wird auf Hochtouren gebaut, weitere moderne Industriegebäude entstehen. Ende 2018 soll laut Sartorius-Sprecher Timo Lindemann die Zusammenführung der Konzernzentrale auf dem insgesamt rund 170 000 Quadratmeter großen Sartorius-Campus abgeschlossen sein. "Im Zuge des Ausbaus seines Campus hat Sartorius auch das rund 40 000 Quadratmeter große, ehemalige Telekom-Areal zwischen Elliehäuser Weg, August-Spindler-Straße, Robert-Bosch-Breite und Otto-Brenner-Straße übernommen. Derzeit finden dort umfangreiche Umbauten und Modernisierungsarbeiten statt." Beispielsweise werde hier eine von Sartorius selbst entwickelte Anlage für die Herstellung von Hochleistungsmembranen für die Produktion neuer Biopharmazeutika in Betrieb genommen, so Lindemann.

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Sartorius sei auch mit der Stadt Göttingen und Sibobeton im Gespräch. "Wir suchen partnerschaftlich nach einer guten und langfristigen Lösung“, berichtet der Sartorius-Sprecher. Derzeit befindet sich das 10 000 Quadratmeter große Gelände in der August-Spindler-Straße direkt neben dem 25000 Quadratmeter großen Sartorius-Produktionsgebäude für Laborinstrumente im Besitz von Sibobeton – ein Kauf des Grundstücks durch Sartorius würde den Campus komplettieren.

Frank Dreisbach, Geschäftsführer der Sibobeton Kurhessen/Leinetal, bestätigt, dass es ein großes Interesse der Sartorius AG am etwa einen Hektar großen Sibobeton-Gelände gibt. Seit 2012 stehe man mit dem Unternehmen und auch der Stadt Göttingen in Kontakt, erläutert Dreisbach. „Wir haben aber keine Eile, denn im Groner Industriegebiet haben wir ein funktionierendes Werk“, sagt er. Nun sei die Stadt Göttingen am Zug, einen entsprechenden Flächennutzungs- und Bebauungsplan für einen neuen Gewerbestandort zu erstellen. Der mögliche neue Standort liege an der B 27 im Leinetal auf Höhe der Kläranlage, nur auf der anderen Seite der Bundesstraße – auf dem Dragoneranger, so Dreisbach.

Für einen möglichen Umzug gebe es aber noch keinen Zeitplan, unterstreicht Dreisbach. Grundsätzlich müsse der Sibobeton-Standort Göttingen zusätzlich mit einem Verwaltungsgebäude und einer Werkstatthalle für die Fahrzeuge ausgestattet werden. „Dafür sind dann mehr als die bisherigen 10000 Quadratmeter notwendig, die wir aktuell im Groner Industriegebiet haben." Am neuen Standort werde dann, so Dreisbach, ein komplett neues Betonwerk entstehen. „Das alte Werk in der August-Spindler-Straße wird aber so lange arbeiten, bis das neue Werk in Betrieb gehen kann“, sagt der Sibobeton-Geschäftsführer.

Bis zum Abschluss des Umzugs ist Sartorius derzeit derzeit noch Mieter im Telekom-Gebäude an der Weender Landstraße. Ein Kauf dieser Immobilie sei aber nicht geplant, sagt Konzernsprecher Lindemann.