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Regional Schnelle Infos für Pflegekräfte
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17:00 27.12.2017
Prof. Sabine Blaschke zeigt in der Interdisziplinären Notaufnahme des Uniklinikums ein Tablet mit der Software A.L.I.N.A., die mit dem Innovationspreis 2017 des Landkreises Göttingen ausgezeichnet wurde. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Die Software mit dem Namen „A.L.I.N.A.“ gewann in der Kategorie „Unternehmen und Institutionen mit mehr als 20 Mitarbeitern“.

„Die Arbeit in den Notaufnahmen der Krankenhäuser ist in den vergangenen fünf Jahren immer hektischer geworden“, berichtet Blaschke, die die Interdisziplinäre Notaufnahme der Göttinger Universitätsmedizin leitet. Der „rasante Anstieg“ an Patienten habe mit Versorgungsengpässen im ländlichen Raum und dem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung zu tun. Zudem würden die Qualitätsansprüche der Patienten zunehmen.

„Gleichzeitig wachsen die fachlichen Anforderungen an die Mitarbeiter, da immer mehr Interdisziplinäre Notaufnahmen eingerichtet werden“, sagt Blaschke. Das habe sie auf die Idee gebracht, Notfallsanitätern und Notfallpflegern nötige Informationen auf einem mobilen Endgerät zur Verfügung zu stellen. Mit einem Griff in die Kitteltasche sollten sie sich unter anderem über die angemessene Dosierung von Medikamenten, die Fehlerbehebung bei ausfallenden Geräten oder pflegerische Erstmaßnahmen informieren können.

Variante auch für medizinische Laien denkbar

„Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung förderte von 2014 an unser Forschungsprojekt, das wir mit drei Verbundpartnern umgesetzt haben“, erklärt Blaschke. In der Notaufnahme des Klinikums hätten sie zunächst den Informationsbedarf der Beschäftigten erfasst. Die Inhalte seien dann aufbereitet und mit den Ausbildungscurricula der medizinischen Fachgesellschaften abgeglichen worden. Die Digitalisierung hätten das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Berlin, die Hochschule Heilbronn und das Institut für Medizinische Informatik der Universitätsmedizin Göttingen übernommen. In der Erprobungsphase seien die Akzeptanz und Praktikabilität der Systeme, für die sie in diesem Jahr auch den Niedersächsischen Gesundheitspreis in der Kategorie „mHealth“ bekommen hätten, wissenschaftlich untersucht worden.

„In einem weiteren Forschungsprojekt wollen wir die Inhalte auf das gesamte Curriculum der Notfallsanitäter und Notfallpfleger erweitern“, kündigt Blaschke an. Geplant sei, die Inhalte dann bundesweit über die Fachgesellschaften verfügbar zu machen. Die Dienste ließen sich theoretisch auch für Laien umgestalten. Sie würden diese dann bei Notfällen im ländlichen Raum anleiten können – etwa bei Wiederbelebungsmaßnahmen oder dem Einsatz eines Defibrillators.

Von Michael Caspar

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