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Regional Schüler der BBS III Göttingen mixen Cocktails
Nachrichten Wirtschaft Regional Schüler der BBS III Göttingen mixen Cocktails
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18:29 28.05.2013
Mixt die Cocktails Ipanema und Swimming Pool: Nefer Peix
Mixt die Cocktails Ipanema und Swimming Pool: Nefer Peix. Quelle: Hinzmannn
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Göttingen

An drei sommerlich dekorierten Cocktail-Stationen herrscht emsiges Treiben. Die Schar der angehenden Restaurant-Fachleute trifft letzte Vorbereitungen. Sie haben sich ein Motto überlegt und eine passende Auswahl an Speisen und Getränken vorbereitet.

„Wir haben uns die Rezepte überlegt, uns um die Deko und den Einkauf gekümmert”, sagt Johannes Brodner, während er einen Maracuja-Cocktail mixt. An zwei weiteren Bars werden sahnige Drinks wie der „Swimming Pool” und frische Cocktails wie der „Ipanema” serviert.

Broder verlässt nach seiner fünfjähriger Ausbildung Göttingen in Richtung Hamburg. Er absolvierte im Göttinger Restaurant „Gauss” erst eine Lehre zum Koch, um sich dann dort anschließend zum Restaurantfachman ausbilden zu lassen.

„Jetzt ist es höchste Zeit für einen Ortswechsel”, sagt der 23-jährige Münsteraner.

Die duale Ausbildung zum Restaurantfachmann dauert drei Jahre. Es um mehr als um das Servieren von Speisen und Getränke, sagt Michel Alusse, Praxislehrer der BBS. Entscheidend sei der Kontakt zum Gast.

Als Abschluss ihrer Ausbildung im Restaurantfach veranstalteten die Schüler der BBS III eine Sommeraktion: Serviert wurden Cocktails und Fingerfood.

Das werde mit 50 Prozent in der Abschlussprüfung bewertet. Restaurantmeister Alusse selbst ist kein Cocktailsfan. „Ich trinke auch im Sommer am liebsten Bordeaux.”

Ulrich Hoff besucht regelmäßig mit seiner Frau die Veranstaltungen der BBS-Schüler. Er wartet gerade auf seinen zweiten Cocktail. Auch Ehrentraut Werner und ihre vier Freundinnen zählen zu den Stammgästen im Lehrrestaurant der Berufsfachschule Gastronomie.

Das „Genusskränzchen” ist begeistert von der Sommer-Aktion.

„Vor allem die Poulade aus dem Wok finde ich toll. Das Fleisch wurde mit Ahornsirup verfeinert – da wäre ich nie drauf gekommen”, so Werner. „Für mich bitte noch so ein französisches Mettbrötchen.”

Peter Steinmetz richtet seine Bestellung an Elmedin Hadzi (22), der hinter einem der aufgestellten Büfett-Tische steht. Hadzi hat drei Jahre im „Graf Isang” am Seeburger See gelernt.  In der kommenden Woche macht er seinen Abschluss zum Restaurantfachmann. Er wird übernommen.

Das „französische Mett”, dass der Duderstädter Lehrling zubereitet, besteht aus Tatar. Eigelb, Zwiebeln, Sardellen und Gewürze veredeln das Rinderhackfleisch.  „Lecker”, findet BBS-Gast Steinmetz, „Das macht der Junge gut.” Mit Mett kennt man sich im Eichsfeld aus.

Von Nina Winter