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Nachrichten Wirtschaft Regional So sensibilisiert Bosch Mitarbeiter für Vielfalt am Arbeitsplatz
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00:21 27.08.2018
Bosch-Mitarbeiter aus dem LGBTI-Netzwerk zeigen auf dem Stuttgarter Christopher Street Day bunte Präsenz. Quelle: Alexander Schmitt
Göttingen

„Natürlich ist Bosch mit seinen weltweit über 400 000 Mitarbeitern ein Querschnitt der Gesellschaft und da gibt es Missverständnisse oder negative Kommentare. Und das nicht nur in Bereichen, in denen der Umgangston etwas rauer ist“, sagt Olaf Schreiber, einer der Sprecher des Netzwerks. Umso wichtiger sei es, Sichtbarkeit im Unternehmen herzustellen und das Thema zur Diskussion zu stellen. Dazu würden verschiedene Aktivitäten beitragen etwa die Teilnahme am Christopher Street Day.

Sensibilisierung spürbar

„Als wir auf dem CSD in Stuttgart waren, gehörten von den 100 Bosch-Mitarbeitern, die mitgelaufen sind, nur etwa die Hälfte direkt dem Netzwerk an“, so Schreiber. „Das zeigt, dass wir dazu beitragen, Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren, die selbst gar nicht betroffen sind.“

Die Aktivitäten des Netzwerks seien vielfältig und trügen mittlerweile auch im Ausland Früchte, wo die Situation für LGBTI noch deutlich schwieriger sei als in Deutschland. Seien es gemeinsame Aktionen, Präsenz bei unternehmensinternen Diversity Days oder regelmäßige Mittagessen – das Netzwerk versuche, sich auf verschiedenen Ebenen zu engagieren und auch außerhalb des Betriebs Vernetzung und Treffen zu ermöglichen. Wichtig sei vor allem, eine vertrauensvolle und niedrigschwellige Kontaktaufnahme zu ermöglichen, so Schreiber.

Dafür hat das Netzwerk 2017 die Initiative LGBT-Ally ins Leben gerufen. Diese „Verbündeten“ sind Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen, die für das Thema offen und ansprechbar seien. Mitarbeiter, die sich nicht gleich ans Netzwerk wenden möchten, fänden so in ihrem direkten Umfeld einen ersten Ansprechpartner. Das vereinfache den Zugang zum Thema. Aufgabe der Allies sei es zudem, mögliche Vorurteile oder Diskriminierungen offen anzusprechen, um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und den Wandel hin zu einer offenen Arbeitskultur mitzugestalten.

Ansprechpartner auch in Göttingen

Im Göttinger Werk mit seinen noch knapp 490 Mitarbeitern gibt es zurzeit keine eigene Netzwerk-Gruppe. Wer jedoch einen Ansprechpartner sucht, könne sich an einen der Diversity-Koordinatoren wenden. Zudem seien im Intranet unter dem Stichwort LGBTI die Plattformen des Netzwerks mit Informationen und Ansprechpartnern aufzufinden, so Schreiber.

Sebastian Hardt, Personalleiter in Göttingen, sieht den Standort Göttingen grundsätzlich gut aufgestellt. „Wenn Mitarbeiter Befürchtungen oder Ängste haben, sich an jemanden zu wenden, gibt es an jedem Standort einen Sozialberater, der auch auf diese Netzwerke hinweist. Es gibt viele Möglichkeiten, sich in gewissen Situationen an vertrauensvolle Personen zu wenden.“

Von Sven Grünewald

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