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Regional Sparkasse Göttingen eröffnet am Leinebogen erste Ausbildungsfiliale
Nachrichten Wirtschaft Regional Sparkasse Göttingen eröffnet am Leinebogen erste Ausbildungsfiliale
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16:29 18.06.2013
Von Hanne-Dore Schumacher
Erklärt die mediale Welt in der Geschäftsstelle S-Spot vor dem großen Ansturm: Janina Hirschlinger aus dem Projektteam.
Erklärt die mediale Welt in der Geschäftsstelle S-Spot vor dem großen Ansturm: Janina Hirschlinger aus dem Projektteam. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Dort nämlich werden ab heute Kunden zwischen 12 und 25 betreut und beraten und zwar von Auszubildenden. Die Sparkasse startet das bundesweite Pilotprojekt einer Ausbildungsfiliale.

„Es sieht nicht so aus wie Sparkasse, ist aber viel Sparkasse drin“, beschreibt Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) die Geschäftsstelle S-Spot, das „Unikat in der Bankenlandschaft“. Die Zeit der traditionellen Schalter und Kassen hat am Leinebogen ein Ende. „Herzlich willkommen in der Zukunft des Banking“, begrüßt Hald die Gäste unter offenen Decken, riesigen Lampen, zwischen farbenfrohen Möbeln, Beratungs-Kokons und riesiger Medienwand.

Keine steifen Umgangsformen

Eichenholzdunkles Interieur will der Bankernachwuchs auf keinen Fall, auch nicht schwarze Anzüge und Schlips und schon gar nicht steife Umgangsformen. Im S-Spot wird sich geduzt, wird an I-Pads gedaddelt, bei Cola und Kaffee. Wohlfühlen sollen sich die jungen Kunden und sehen, wie locker Ausbildung bei der Sparkasse sein kann. Kommentar von Moderator Dennie Klose: „Die Sparkasse hat den Jugendlichen zugehört und ihnen eine Stimme gegeben.“

Selbstbewusst, anspruchsvoll, gebildet, wertkonservativ und bestens vernetzt, so beschreibt Georg Fahrenschon die Generation Y. Durchsetzen können sich die jungen Leute, sind kreativ, flexibel und Leistungbringer. Sie, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, sind die Zielgruppe auch für Banken. „Die Sparkasse Göttingen ist vor der Welle“, lobt Fahrenschon und spricht von einem Zukunftslabor.

Unkonventionelle Wege

Die Göttinger haben unkonventionelle Wege und in aller Konsequenz beschritten. Der Vorstand habe den kreativen Freiraum gelassen, die notwendigen Mittel bereitgestellt und Mut bewiesen, lobt der DSGV-Chef und sichert die Unterstützung der gesamten S-Finanzgruppe zu. Fahrenschon kritisiert in Göttingen das reine Online-Banking als „menschenleeres System“, das nicht zur Sparkasse passt. Regionalität werde nie überflüssig.

„Spot kann alles, muss aber nicht“, beschreibt Christian Wüstefeld die Philosophie der Filiale unter Azubi-Regie. Der Auszubildende und seine Mitstreiterin Janina Hirschlinger stellen das Konzept vor, das modern, offen und unkonventionell ist, legeren Umgang erlaubt, ohne auf Diskretion zu verzichten. In Beratungs-Kokons können Schüler, Studierende, Auszubildende und junge Arbeitnehmer Kreditwünsche und Altersvorsorge besprechen.

Wechsel alle acht bis zehn Wochen

70 Auszubildende zählt die Sparkasse Göttingen. Sie werden in Teams im S-Spot arbeiten und alle acht bis zehn Wochen ausgewechselt. Nicht so die Filialleitung. Ramona Wüstefeld und Danny Koscielny halten am Robert Robert-Gernhardt-Platz 1-3 die Stellung.