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Regional Stadtwerke Göttingen nutzen Hotspots als Anreiz zum Umstieg in E-Autos
Nachrichten Wirtschaft Regional Stadtwerke Göttingen nutzen Hotspots als Anreiz zum Umstieg in E-Autos
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08:00 17.03.2020
Die Stadtwerke haben in Göttingen 22 Ladeplätze an zehn Standorten eingerichtet – so wie hier an der Bürgerstraße. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Die Stadtwerke Göttingen (SWG) haben Anfang des Jahres ihren zehnten Ladestandort im Stadtgebiet in Betrieb genommen: Auch an der Stettiner Straße in der Südstadt können E-Mobilitätskunden jetzt ihr Fahrzeug laden, teilen die Stadtwerke mit. Die SWG würden aktuell 22 Ladepunkte betreiben.

Weitere öffentliche Stationen könnten an der Bürgerstraße auf dem Parkplatz (Ost) neben dem Jugendzentrum Innenstadt, am Theaterplatz sowie am Steinsgraben genutzt werden. „Wir suchen uns sukzessive öffentliche Hotspots in dicht besiedelten Wohngebieten mit Mehrfamilienhäusern in Göttingen, um die Anwohner dort für das Thema umweltfreundliche Mobilität zu interessieren und darüber dann vielleicht ja auch den Anreiz zum Kauf eines E-Autos zu schaffen“, so Christian Finck, Abteilungsleiter Technischer Service der Stadtwerke.

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Stadtwerke wollen Ladenetz in Göttingen „massiv ausbauen“

Der städtische Energieversorger verstehe sich als Infrastrukturdienstleister und wolle in den kommenden Jahren das Ladenetz in Göttingen massiv ausbauen, so Claudia Weitemeyer, Leiterin der SWG-Pressestelle. Geladen werde an den Säulen der Stadtwerke „ausschließlich grüner Strom aus 100 Prozent Wasserkraft“. Finck betont: „Unser ,GöStrom’ rundet die Idee umweltfreundlicher Mobilität ab.“

Immer mehr Gewerbetreibende „wie Hotels, Einkaufszentren, Freizeiteinrichtungen oder auch medizinische Institutionen“ böten ihren Kunden oder Mitarbeitern „den Mehrwert, ihr E-Fahrzeug während ihres Aufenthalts auf deren Gelände laden zu können“, so Weitemeyer. Jan Erdmann berate die E-Mobilitätskunden der Stadtwerke. „Einer unserer ersten Kunden war das Hotel Freizeit In. Auf dem Hotelparkplatz haben wir bereits 2016 eine Ladesäule installiert“, so der Projektmanager. Im vergangenen Jahr hätten die SWG Ladesäulen im Einkaufszentrums Galluspark an der Weender Landstraße sowie für die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH vor dem Badeparadies Eiswiese installiert. Auch die Universitätsmedizin böte ihren Mitarbeitern und Besuchern auf dem Ostparkplatz seit Mitte 2019 E-Ladeplätze an.

Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität in Göttingen (v.l.): Christian Finck, Abteilungsleiter Technischer Service Stadtwerke, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke, und SWG-Vorstand Frank Wiegelmann stehen neben der Ladesäule am Deutschen Theater. Quelle: r

Je zwei Ladepunkte in von den SWG betrieben beiden Parkhäusern

Die Stadtwerke stellen „bereits seit Jahren ihren Parkhauskunden an der Hospitalstraße und am Groner Tor je zwei Ladeplätze“ zur Verfügung, so Weitemeyer. „Und selbstverständlich“ sei der Kundenparkplatz des Energieversorgers an der Hildebrandstraße mit einer entsprechenden Ladeinfrastruktur ausgestattet worden.

Das Geschäftsmodell für Gewerbekunden umfasse die individuelle Beratung und Planung „entsprechend der Anforderungen der Nutzer“. Auch die anschließende technische Abwicklung, die Inbetriebnahme „und auf Wunsch natürlich auch die Betriebsführung und Abrechnung der Ladeleistung“ werden von den Stadtwerken übernommen, so Weitemeyer. „Dabei ist die Anschaffung einer Ladesäule sowohl durch einen Direktkauf, als auch das sogenannte Contracting-Modell ähnlich des gewerblichen Leasings möglich. Aktuell arbeiten die Stadtwerke an einem Geschäftsmodell für Privatkunden.“

Fahrzeugflotte der Stadtwerke „wächst in Richtung E-Mobilität“

Abteilungsleiter Finck betont, dass die Fahrzeugflotte der SWG „kontinuierlich in Richtung E-Mobilität wächst“. Neben aktuell sechs E-Autos, für die auf Firmengelände Ladestationen zur Verfügung stehen, „können sich unsere Kolleginnen und Kollegen für Dienstfahrten unseren Elektroroller ,KITO’ oder auch unsere beiden Pedelecs ausleihen.“

Auf ihrer Homepage haben die Stadtwerke eine interaktive Karte eingerichtet, auf der die aktuell zehn Ladstandorte mit den 22 Ladesäulen oder sogenannten Wallboxen verzeichnet sind

Projektmanager Jan Erdmann informiert potenzielle Kunden per Mail an emobilitaet@swgoe.de und unter 0551/301-644 über die Möglichkeiten der Installation von Ladepunkten. Informationen stehen auch auf www.stadtwerke-goettingen.de.

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Ladekunden der SWG nutzen 14 000 Stationen in Deutschland

Um E-Ladekunde der Göttinger Stadtwerke zu werden, registrieren sich Interessenten entweder über einen Link auf der Website im E-Mobilitätsportal oder via App mit dem Smartphone (Android oder iOS), so Claudia Weitemeyer, Leiterin der Pressestelle der Stadtwerke Göttingen. „Mit der Registrierung bestellen sie sich eine RFID-Karte oder einen RFID-Chip, mit denen sie dauerhaft und barrierefrei an allen Ladesäulen des Versorgers sowie als Roaming-Kunde an mehr als 14 000 Ladepunkten in Deutschland und 60 000 im größten europäischen Ladeinfrastruktur-Verbund Strom tanken können.“

Auf ihrer Homepage haben die Stadtwerke eine interaktive Karte eingerichtet, auf der die aktuell zehn Ladestandorte mit den 22 Ladesäulen oder sogenannten Wallboxen verzeichnet sind – inklusive technischer Angaben sowie Informationen über Preise für SWG- und Roamingkunden.

Von Stefan Kirchhoff

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