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Regional Thema Energieeffizienz in Unternehmen lockt 70 Interessierte
Nachrichten Wirtschaft Regional Thema Energieeffizienz in Unternehmen lockt 70 Interessierte
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12:51 08.06.2018
7. Forum Göttinger Unternehmer im Coworking Space.
7. Forum Göttinger Unternehmer im Coworking Space. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

„Ich freue mich, dass wir dazu beitragen dieses wichtige Thema nun von vielen Seiten weiter aufzugreifen, gemeinsam quer zu denken und innovative, vielleicht auch beispielgebende Wege zu finden“, resümierte GWG-Vorsitzende Ursula Haufe. 70 Interessierte kamen bei schwülem Wetter in die Göttinger Innenstadt, 90 Anmeldungen waren zuvor eingegangen. Mit der Resonanz sei die GWG zufrieden. Das 6. Forum hatte im Dezember zum Thema Breitband-Versorgung und Elektromobilität im Sartorius College stattgefunden.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) skizzierte, welche Maßnahmen die Verwaltung bereits eingeleitet hat. Er betonte, dass die größten Energieverbraucher jedoch nicht die Gebäude seien, sondern die individuelle Mobilität. Es zeige sich zudem,dass errechnete mathematische Modelle und menschliche Verhaltensformen zu oft auseinander liefen. Somit appellierte er: „Es gibt eine gesellschaftliche Verantwortung, mit Energie effizient umzugehen.“

CUTEC Forscher Jens zum Hingst skizziert Energieszenarien bis 2050

Einen kurzen Einblick in die „Anforderungen zur Energieeffizienz in Unternehmen vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele 2050 am Beispiel der Energieszenarien Niedersachsen“ bot Jens zum Hingst. Der Ingenieur des CUTEC Forschungszentrums in Clausthal-Zellerfeld stellte die grundsätzliche Frage, „wo zukünftig Energie geerntet wird“. Die neue Währung laute Megawatt pro Hektar, denn die Experten sind der Meinung, dass die Hauptenergiequellen Sonne und Wind bleiben werden. Er skizzierte die Ergebnisse der vom „Runden Tisch Energiewende“ ausgearbeiteten Energieszenarien und betonte, dass Niedersachsen die technischen Möglichkeiten habe, seine Energieversorgung bis 2050 nahezu vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen.

„Energieeffizienzmaßnahmen in kleinen Unternehmen“

Praktische Beispiele gab dann Dr. Petrik Runst den Unternehmern mit an die Hand. Er präsentierte eine Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen zum Thema „Energieeffizienzmaßnahmen in kleinen Unternehmen“. Nützlich: Runst hatte eine Linksammlung parat, welche die Unternehmen nutzen können, um zu besonderen Angeboten zu gelangen.

Als einer der ersten Ansprechpartner für Betriebe agiert die Energieagentur Region Göttingen. Caroline Werner stellte verschiedene Beratungsangebote vor und verwies explizit auf das Solardach-Kataster. Ihrer Meinung nach hätten zahlreiche Betriebe bereits einfache, eher kostengünstige Maßnahmen, die sie mit dem englischen Ausdruck „low hanging fruiits“ umschrieb, umgesetzt. Die Bezeichnung „tief hängende Früchte“ wird in der Betriebswirtschaft verwendet, um Aufgaben zu beschreiben, die schnell erledigt werden sollten, da sie einfach und wenig aufwendig sind und schnell zu einem Ergebnis führen.

Zum Abschluss des gut zwei Stunden langen Programms moderierte Jan Fragel, der durch die Veranstaltung führte, noch eine Talkrunde. Dr. Bettina Ahlborn, Stadtwerke Göttingen AG, Jörg Willig, Coworking Space by pro office Göttingen, Julia-Johanna Geese, GEESE Beratende Ingenieure und Caroline Werner präsentierten ausgewählte Best-Practice-Beispiele.

Von Mark Bambey

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