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Regional Tischler-Innung spricht Gesellen frei
Nachrichten Wirtschaft Regional Tischler-Innung spricht Gesellen frei
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00:20 09.07.2018
Die Tischler-Innung Südniedersachsen hat ihre Gesellenfreisprechung in der Kundenhalle der Sparkasse in Duderstadt gefeiert. Dort waren in den vergangenen Wochen auch die Gesellenstücke ausgestellt. Quelle: Foto: Franke
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Duderstadt

Die Freisprechung für Northeim und Osterode erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt in Northeim. „Wir freuen uns gemeinsam, dass Sie den Gesellenbrief mit viel Herzblut erkämpft haben“, sagte Christian Baur, stellvertretender Obermeister der Tischler-Innung Südniedersachsen. Einen Beruf auszuüben heiße auch, das Berufsbild hochzuhalten. „Tischler sein heißt auch, eine wichtige Ressource in unserer arbeitsteiligen Welt zu besetzen.“ Dabei sei ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Materialien Holz, Kunststoff, Aluminium und Chemikalien wichtig.

Warum die Freisprechung eigentlich Freisprechung heiße und nicht Gesellenprüfung bestanden, erläuterte der Prüfungsausschuss-Vorsitzende Gunter Grube. Das habe eine alte Tradition und stamme aus der Hochzeit der Gilden und Handwerker im Mittelalter. Damals gaben die Menschen ihre Kinder in die Obhut eines Handwerksmeisters – meist weit weg und mit der Verpflichtung des Lehrlings, bis zur Gesellenprüfung zu bleiben und in dieser Zeit den Beruf zu erlernen. Am Ende der Lehrzeit wurde man dann freigesprochen. Doch früher wie heute ende das Lernen nicht mit der Lehrzeit. Das Lernen fange im Anschluss erst richtig an.

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Digitalisierung sorgt für rasante Entwicklung

Besonders die Digitalisierung sorge in der heutigen Zeit für eine rasante Entwicklung, sagte Sabine Freese, Leiterin der Berufsbildenden Schulen in Duderstadt, „auch im Handwerk“. Die Digitalisierung sei aus dem Handwerk nicht mehr wegzudenken, auch wenn ein Tablet zum Beispiel keine Fliesen verlegen könne.

Sparkassen-Vorstandsmitglied Markus Teichert lobte das Können der neuen Gesellen. „Unsere Kunden konnten in den vergangenen Wochen in der Kundenhalle Ihre Gesellenstücke bewundern.“ Die Stücke zeigten, wie kreativ, vielfältig und abwechslungsreich ein handwerklicher Beruf sein könne. Und gerade das Handwerk bilde im Eichsfeld eine wesentliche Zukunftssäule, die es zu unterstützen gelte. Die Perspektiven seien hervorragend – eine gute Qualifikation vorausgesetzt.

Freigesprochen

In Duderstadt erhielten elf Teilnehmer, die im April geprüft wurden, ihre Gesellenbriefe: Julian Backhaus, Tobias Beckermann, Moritz Bock, Ecilio Maurice Götze, Florian Gunkel, Pierrè Kircheis, Lorenz Koschate, Philipp Schneegans, Rowena Scholvin, Jona Stobbe, Fynn Walter. Bereits im Januar wurde Jasper Jonas Schlake geprüft. Die besten Prüfungsergebnisse erzielten Florian Gunkel und Fynn Walter.

Von Rüdiger Franke

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