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Regional Traum-Zone eröffnet am Lutteranger
Nachrichten Wirtschaft Regional Traum-Zone eröffnet am Lutteranger
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18:55 04.01.2011
Verkauft auf 300 Quadratmetern alles rund ums Bett: Thomas Jähn in seinem Geschäft in der Werner-von-Siemens-Straße 1.
Verkauft auf 300 Quadratmetern alles rund ums Bett: Thomas Jähn in seinem Geschäft in der Werner-von-Siemens-Straße 1. Quelle: Vetter
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„Warum verkaufst du eigentlich keine Betten?“, fragte die Frau von Thomas Jähn (48). Das Ehepaar war zusammen unterwegs, um für ihren 13-jährigen Sohn ein neues Bett zu kaufen. Bei Schlafmöbeln ist Jähn anspruchsvoll. 16 Jahre hat er für das Göttinger Unternehmen Traum-Station gearbeitet, das 1987 in die Insolvenz geriet. Jähn war dort für den Großhandel zuständig. Ein eigenes Bettengeschäft? Die Idee ließ den gelernten Musikalienhändler nicht wieder los. Am Freitag, 14. Januar, eröffnet er es nun im Gewerbegebiet Lutteranger in der Werner-von-Siemens-Straße 1: die Traum-Zone.

Einen „hohen fünfstelligen Betrag“ hat er in den ehemaligen Räumen der Firma Auto-Gas investiert. Wo sich früher die Werkstatt befand, stellt er nun zwölf Betten aus. 300 Quadratmeter ist der Verkaufsraum groß, dessen lange Schaufensterfront von der Hannoverschen Straße aus zu sehen ist. Hinzu kommen weitere 120 Quadratmeter fürs Lager. „In der Innenstadt habe ich ein halbes Jahr vergeblich nach so einem Laden gesucht“, berichtet Jähn. Der Lutteranger, Göttingens „Möbelecke“, sei für ihn der ideale Standort. 20 Parkplätze gebe es rund ums Haus.

Der Existenzgründer setzt auf das mittlere und hohe Preissegment. „Plastikmüll“ will er nicht verkaufen. Jähn wird leidenschaftlich, wenn er über Betten spricht, deren Schrauben bereits beim ersten Zusammenbauen durchdrehen. Seine Betten seien aus Massivholz, die Oberflächen nur mit Ölen und Wachsen behandelt. Die Matratzen beständen teils aus Kaltschaum, teils aus Naturlatex. In der Werner-von-Siemens-Straße gibt es einen Matratzentestplatz, wo der Kunde die ihm genehme Einsinktiefe und Festigkeit bestimmen lassen kann. Nach diesem Bauplan wird dann eine Matratze eigens angefertigt. „Der Bedarf nach hochwertigen Schlafmöbeln ist da“, meint Jähn. Die 20 ehemaligen Franchisenehmer der Traum-Station beständen alle noch.

Von Michael Caspar