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Regional Tristan Wagner hat vor zehn Jahren seinen Imbiss gegründet
Nachrichten Wirtschaft Regional Tristan Wagner hat vor zehn Jahren seinen Imbiss gegründet
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11:19 10.07.2013
Legendäre Currywurst: Tristan Wagner und Sabine Wiesner.
Legendäre Currywurst: Tristan Wagner und Sabine Wiesner. Quelle: Hinzmann
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Northeim / Nörten-Hardenberg

Bis zu 16 Stunden am Tag sei er auf Achse, berichtet Wagner, selten seien es weniger als zehn Stunden. „Aber ich bin mein eigener Herr“, stellt der Gastwirt klar, der sich vor zehn Jahren mit einer Ich-AG selbstständig gemacht hat.

Angefangen hat er als mobiler Suppenkoch auf Märkten. Im April 2004 eröffnete er seinen ersten festen Stand in Bovenden. Nachdem das Tageblatt seine Currywürste prämiert hatte, ging es steil bergauf. Die Leute standen Schlange. Es kamen neue Standorte dazu, zwei in Northeim, einer im Göttinger Maschmühlenweg und schließlich einer in Osterode. Der Sohn stieg mit ein. In Spitzenzeiten beschäftigte Wagner 17 Mitarbeiter.

„Auf Drängen des Steuerberaters erhöhte ich damals die Preise“, erinnert sich der Wirt. Daraufhin brach der Umsatz ein. Es kam zum Streit mit dem Sohn, der sich auszahlen ließ. Die kleine Imbisskette stand vor dem Aus. Wagner schloss Filialen und entließ Personal.

Es blieben nur die Imbisse in Northeim bei Expert, Hillerer Straße 15, und in Nörten-Hardenberg bei Edeka, Klosteracker 1 übrig. Die Kurve schaffte der Unternehmer, als er die Preise senkte. Seither gibt es den Kaffee wieder für 50 Cent und die Currywurst für 1,50 Euro. 

„Man muss auf dem Teppich bleiben“, sagt er heute. Er setze auf Großzügigkeit und gebe auch mal ein Brötchen extra. Er achte auf Service. Durstige Hunde bekämen im Sommer einen Napf mit Wasser. Alle seien willkommen. Arbeiter fühlten sich bei ihm genauso wohl wie Leute aus dem Büro.

Von Michael Caspar