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Regional Eintragung ins Genossenschaftsregister
Nachrichten Wirtschaft Regional Eintragung ins Genossenschaftsregister
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19:01 23.08.2019
Vorstände der neuen VR-Bank Mitte: Björn Henkel, Uwe Linnenkohl und Rolf Döring (von links). Quelle: r
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Duderstadt

Die Verschmelzung der Volksbank Mitte eG und der VR-Bank Werra-Meißner eG ist rechtlich abgeschlossen. Am Mittwoch erfolgte die Eintragung der VR-Bank Mitte ins Genossenschaftsregister Göttingen.

Bereits im vergangenen August hatten Vertreter der beiden Banken die Fusion beschlossen. Es entstand eine in Hessen, Niedersachsen und Thüringen aktive Bank mit einem Bilanzvolumen von 2,4 Mrd. Euro und rund 440 Mitarbeitern.

„Die neue Größe erfüllt uns mit Stolz, gleichzeitig sind wir uns der damit deutlich gestiegenen Verantwortung voll bewusst“, sagte Vorstand Björn Henkel am Freitag gegenüber dem Tageblatt. Er führt die Bank gemeinsam mit Rolf Döring und Uwe Linnenkohl. Henkel: „Nach der langen Vorbereitungszeit wollen wir die PS nun endlich gemeinsam auf die Straße bringen.“ Die Eintragung der Fusion ist dazu ein weiterer wichtiger Meilenstein.

Das Finale ist dann am Sonnabend, 14. September, die Zusammenführung der technischen Infrastruktur. Dann werden die Datenbestände beider Häuser zusammengelegt. „Vom 15. September an sind wir dann tatsächlich eine gemeinsame Bank“, sagt Florian Hartleib, der die Unternehmenskommunikation der VR-Bank Mitte leitet. Seit zehn Monaten laufen die Vorbereitungen auf diesen Tag. 120 Mitarbeiter wirken daran intensiv mit.

Neue Kontodaten für die alten Volksbank-Mitte-Kunden

Mit der Zusammenlegung der Datenbestände erhalten die alten Volksbank-Mitte-Kunden neue Kontodaten (IBAN, BIC) und neue Bankkarten. Änderungen bei Daueraufträgen, Lastschriften und Konten sind nicht notwendig. Das Kreditinstitut wird alle Kunden über die Neuerungen informieren, sie begleiten und unterstützen, versichert Hartleib.

Mehr als 50 000 Mitglieder sind nun Eigentümer der VR-Bank Mitte eG mit Sitz in Duderstadt. Mit der Fusion entsteht ein Netz aus 33 stationären Filialen und zwölf Selbstbedienungsfilialen. Kunden können zudem in 16 Supermärkten an der Kasse Geld abheben.

Die 2016 von der Volksbank Mitte eröffnete Telefonfiliale und die stetig wachsende Online-Filiale sind zunehmend wichtige Kontaktwege. 10 000 Kunden sind derzeit bei der Telefonfiliale freigeschaltet. Fast die Hälfte der Kunden nutzt Online-Banking. „Der Trend geht dabei zur Smartphone-App“, berichtet Hartleib. 30 Mitarbeiter sind in diesem Bereich tätig, die sich zudem noch um elektronische Bankdienstleistungen kümmern. „In die digitale Welt wollen wir weiter investieren“, kündigt Vorstand Henkel an.

„Mit der Fusion ergeben sich neue Chancen“, betont der Vorstand. Sie ermöglicht eine größere Spezialisierung in der Beratung, etwa beim Zahlungsverkehr, bei der Baufinanzierung oder bei Nachlässen. Für eine entsprechende Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter setzt die Bank Geld ein.

Möglichkeiten der Kreditvergabe sind gestiegen

Beträchtlich erweitert haben sich mit der neuen Größe die Möglichkeiten bei der Kreditvergabe. „Bisher mussten wir bei Beträgen von mehr als fünf bis sechs Millionen Euro die DZ-Bank als Partner dazu holen“, sagt Henkel. Mit der Verdopplung des Bilanzvolumens könnten sie nun in eigener Verantwortung zweistellige Millionenbeträge herausgeben.

Mit dem gestiegenen Gewicht hofft die VR-Bank Mitte zudem als Arbeitgeber attraktiver zu werden und auch überregional stärker wahrgenommen zu werden. 15 bis 20 Mitarbeiter will die Bank bis Anfang 2020 einstellen, nicht nur Bankkaufleute. Die Ausbildung von IT-Kaufleuten will die Bank intensivieren. Über neue Ausbildungsberufe etwa im Bereich Digitalmarketing wird nachgedacht. Mehr Mitarbeiter sollen im Homeoffice arbeiten können. Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird verbessert.

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Von Michael Caspar

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