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Regional Volksbank Göttingen: 2012 ist „ein Top-Jahrgang“
Nachrichten Wirtschaft Regional Volksbank Göttingen: 2012 ist „ein Top-Jahrgang“
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18:35 28.05.2013
Vorstände der Volksbank: Markus Bludau (links) und Hans-Christian Reuß mit dem Aufsichtsratsvorsitenden, Carl Graf Hardenberg (Mitte).
Vorstände der Volksbank: Markus Bludau (links) und Hans-Christian Reuß mit dem Aufsichtsratsvorsitenden, Carl Graf Hardenberg (Mitte). Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

 2012 sei noch ein „Top-Jahrgang“ gewesen, der für „reichlich Sonnenschein“ sorge. Dazu hätten die Absicherungsgeschäfte beigetragen, die höheren Zinsüberschuss gesichert hätten. 2013 liefen sie aus. Dann sinke auch das Ergebnis.

Das Geschäftsvolumen 2012 inklusive der Kunden-Depotwerte erhöhte sich um 13. Mio. Euro auf 886 Mio. Euro. Die Bilanzsumme stieg um 4 Mio. Euro auf 711 Mio. Euro. Das Kundenkreditvolumen verminderte sich um 5 Mio. Euro auf 376 Mio. Euro.

Aufgrund der guten Liquiditätslage der Firmenkunden sanken die kurz- und mittelfristigen Kredite. Nachfrage gab es dagegen bei den langfristigen Wohnungsbaukrediten. Mehr als 250 Familien schlossen 2012 eine Finanzierung ihres Hausbaus bei der Volksbank ab.

Aufwendungen für Verwaltung stabil

Der Wertpapierbestand der Volksbank Göttingen erhöhte sich um 53 Mio Euro auf 234 Mio. Euro. Dafür sorgten neben der Umschichtung insbesondere von Termineinlagen bei der DZ Bank in Wertpapiere die Anlage weiterer überschüssiger Liquidität.

Auf der Finanzierungsseite der Bilanz entfielen auf die Kundengelder rund 556 Mio. Euro, 6 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Der Kundenwunsch nach schneller Verfügbarkeit zeigte sich im Wachstum der Sicht- und Spareinlagen um 18 Mio. Euro.

Der Zinsüberschuss erhöhte sich 2012 um 0,4 Mio. Euro auf 15,3 Mio Euro. Der Provisionsüberschuss verringerte sich dagen um 0,1 Mio. Euro auf 5,3 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Verwaltung blieben dagegen stabil.

Das ordentliche Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio Euro auf 6,8 Mio. Euro. Das entspricht einem Wert von 1,04% der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Herausforderungen der Zukunft

Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,5 Mio. Davon verwendet die Bank 1,4 Mio. Euro für die Erhöhung der Pensionsrückstellungen. Vorstand Ralf O. H. Kähler ist zum Jahresende 2012 in Ruhestand gegangen.

2 Mio. Euro stellt die Bank in den Fonds für allgemeine Bankrisiken ein.

2012 sei ein „Rüstjahr“ für die Herausforderungen der Zukunft, erläuterte Bludau. Nach Abzug von 1,8 Mio. Euro Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 1,3 Mio. Euro. Die Vertreter beschlossen einstimmig eine achtprozentige Dividende auszuschütten: insgesamt 507 000 Euro.

Sie entlasteten die Vorstände Bludau und Kähler, die für das Vorjahr verantwortlich sind, sowie den Aufsichtsrat unter Vorsitz von Carl Graf von Hardenberg. Seit Januar ist Hans-Christian Reuß Vorstandsmitglied. 2013 investiert die Bank 1 Mio. Euro in die Weiterbildung, die Geschäftsstellenausstattung und die Informationstechnolgie.

Von Michael Caspar