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Volksbank Kassel Göttingen: Vertreter für Dividende von zwei Prozent 

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15:00 23.06.2021
Claus Winneknecht ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Kassel Göttingen.
Claus Winneknecht ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Kassel Göttingen. Quelle: Gerd Aumeier, Fuldatal
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Kassel / Göttingen

Die Teilnehmer der Vertreterversammlung der Volksbank Kassel Göttingen, dem höchsten Organ der Genossenschaftsbank, sind der Empfehlung von Aufsichtsrat und Vorstand des Kreditinstitutes gefolgt und haben der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von zwei Prozent „mit überwältigender Mehrheit“ zugestimmt, teilte die Pressestelle der Bank mit. Claus Winneknecht wurde zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Die Empfehlung sei aufgrund der ordentlichen Geschäftsentwicklung erfolgt, so die Volksbank. Die Genossenschaftsbank habe nach Abzug von Steuern und inklusive des Gewinnvortrages einen Jahresgewinn auf Vorjahreshöhe von 3,53 Millionen Euro ausweisen können.

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Vier Aufsichtsratsmitglieder erneut berufen

Die Aufsichtsratmitglieder Beatrice Hausmann, Peter Kleinert, Robert Walther und Claus Winneknecht hätten sich der Wiederwahl in den Aufsichtsrat gestellt – sie seien von den Vertretern für eine weitere Amtsperiode in das Gremium berufen worden. In der konstituierenden Sitzung sei Winneknecht (54) als Vorsitzender des Aufsichtsrates neu gewählt worden, so die Pressestelle.

Im Zuge der turnusmäßig erforderlichen Neuwahl der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat seien Jochen Kluska und Thomas Teitge im Februar 2021 aus dem Gremium ausgeschieden. Ihre Positionen hätten Matthias Schultze und Niel Selle neu im Aufsichtsrat übernommen. Uwe Bauer, Alfred Giesler, Christian Nitschke und Johannes Rathje seien von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Bank in ihren Mandaten bestätigt worden.

Vertreterversammlung aufgrund der Pandemie erneut online

Die Teilnehmer hatten die Vertreterversammlung aufgrund der Pandemie erneut online absolviert, teilte die Volksbank Kassel Göttingen mit. Fragen an den Vorstand und den Aufsichtsrat seien auch auf diese Weise möglich gewesen – ebenso wie die elektronische Ausübung des Stimmrechts. Zur Teilnahme seien Vertreter von 54 220 Mitglieder eingeladen worden. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Osse habe ihnen über das Geschäftsjahr 2020 berichtet.

Die Zusagen neuer Kredite beliefen sich mit rund 507 Millionen Euro (plus 34,4 Prozent) auf Rekordniveau, teilte die Volksbank mit. Über alle Formen der Geldanlagen hinweg seien der Bank im vergangenen Jahr 246 Millionen Euro neue Mittel von ihren Mitgliedern und Kunden anvertraut worden. Das gesamte Kundenanlagevolumen steige auf mehr als 4,1 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent).

Ertragslage knapp unterhalb des Vorjahresergebnisses

Bei einem „leicht rückläufigen Provisionsergebnis und um 2,36 Millionen Euro reduzierten allgemeinen Verwaltungsaufwendungen“ habe die Ertragslage knapp unterhalb des Vorjahresergebnisses gehalten werden können, so die Pressestelle. Die Bilanzsumme habe mit 3,17 Milliarden Euro (plus 11,2 Prozent) „erstmalig in der Geschichte der Bank“ die Drei-Milliarden-Euro-Marke überschritten.

„Die Rahmenbedingungen für Banken bleiben sehr anspruchsvoll. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Zinssituation in absehbarer Zeit ändert. Hinzu kommt die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft“, hatte Osse den Vertretern erklärt. Aufsichtsratsvorsitzender Carl Graf von Hardenberg habe dem Vorstand attestiert, „2020 wieder sehr solide gewirtschaftet“ zu haben.

Von Stefan Kirchhoff