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Regional Von Service-Optimierung und schweren Zeiten
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18:48 30.03.2012
Im Geschäft für Motorgeräte und Handwerkszubehör: Verkaufsleiter Dennis Krüger (links) und Geschäftsführer Thomas de Vries.
Im Geschäft für Motorgeräte und Handwerkszubehör: Verkaufsleiter Dennis Krüger (links) und Geschäftsführer Thomas de Vries. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Eine Viertelmillion Euro hat de Vries in den vergangenen Jahren nach und nach in den Um- und Ausbau der Räumlichkeiten im Maschmühlenweg investiert. Die Gesamtfläche dort beträgt heute 1800 Quadratmeter, vor sieben Jahren waren es noch 800.  Ein Außenlager umfasst noch einmal 500 Quadratmeter. Wenn in großer Zahl die neuen Geräte angeliefert werden, kommen sie erst einmal hierher. Es sind überhaupt große Zahlen, mit denen De Vries operiert. Wieviel er insgesamt investiert hat, Kosten für die Produkt- und Mitarbeiter-Expansion eingerechnet? De Vries überlegt lange. „Da wird mir ein bisschen schwindelig“, sagt er. Vielleicht zwei Millionen Euro.

Erweiterung der Verkaufsfläche

Vor Kurzem hat der Unternehmer die Verkaufsfläche erweitert: In einem Fachgeschäft werden seit sechs Monaten Motorgeräte und Handwerkszubehör der Marke Stihl angeboten. In einer Halle im Maschmühlenweg 45 präsentiert der 44-Jährige die größeren Motorgeräte: Rasenmäher und Traktoren verschiedenen Typs sind es vor allem. Am 31. und 1. April sollen Besucher die Möglichkeit haben, alles bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen. 

Das Geschäft wächst. De Vries weiß, dass er im Raum Göttingen zu einer Marke geworden ist. Kunden kämen nicht nur aus Göttingen, sondern auch aus Duderstadt, Kassel, Einbeck. De Vries weiß aber auch, wie lange es gedauert hat, um sich zu etablieren und wie schwierig es zwischenzeitlich war, überhaupt weiterzumachen. Er erzählt von dem Tod seiner Frau vor acht Jahren und dass er den Betrieb damals beinahe aufgegeben hätte. Dann kam der Umzug in den Maschmühlenweg und der Vorsatz, doch „noch einmal durchzustarten“.

Erfolgsrezept Service

Seine Erfolgstrategie: Ausbau und Optimierung des Services. Als De Vries mit Mitte 20 mit dem Hausmeisterservice begann, war er einer von 50 Anbietern im Raum Göttingen. „Da kannst du nur bestehen, wenn du der Zuverlässigste und Flexibelste bist“, sagte er sich. Sein Ziel ist, dass jeder Auftrag zur Zufriedenheit ausgeführt wird,  egal, ob es sich um eine Keller-Entrümpelung, die Reparatur eines Wasserrohrbruchs, defekten Fahrstuhls oder den Winterdienst bei Nacht handelt: Große Anforderungen für die fast 30 Beschäftigten. „Ja“, bestätigt De Vries, er erwarte „große Flexibilität und eine 24-stündige Bereitschaft“.

Manche der Mitarbeiter hat er von Unternehmen übernommen, die sich am Markt nicht behaupten konnten. Einstellungen seien schwierig. Momentan sucht De Vries intensiv nach Reinigungskräften. Und nach einem Gärtner. Auch die Nachfolge hat der Unternehmer im Blick. „Denn,“ so de Vries, „damit kann man nicht früh genug anfangen.“

Von Telse Wenzel