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Regional Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen geht
Nachrichten Wirtschaft Regional Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen geht
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16:43 18.12.2012
Ralf O. H. Kähler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen.
Ralf O. H. Kähler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen. Quelle: Vetter
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Göttingen

Gastgeber und Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Göttingen, Carl Graf von Hardenberg, ließ 20 Jahre „Vorstands-Kähler“ Revue passieren, sprach von viel Freude und Elan, mit denen der Banker sein Amt geführt habe. „Kunden und Genossen sind zufrieden“, ist sich der AR-Vorsitzende sicher, der anhand von Zahlen die Erfolgsstory Kähler im Bankhaus belegen wollte.

Die Rücklagen habe der scheidende Banker in seiner Zeit um 421 Prozent auf 60 Mio. Euro gesteigert, die Bilanzsumme von 478 auf 707 Mio. Euro erhöht. Trotz kleinerer Mannschaft (1992: 256; 2012: 164 Mitarbeiter) schaffe die Bank heute deutlich mehr. Kähler, so Hardenberg weiter, habe der Bank ein neues Gesicht gegeben.

Mit Kähler gehe eine Ära zu Ende, sagte Michael Bockelmann vor rund 100 geladenen Gästen. Kähler übergebe eine moderne, grundsolide und kundennahe Bank, versicherte der Verbandspräsident und Vorsitzende des Vorstandes des Genossenschaftsverbandes Frankfurt. Kähler habe aus der Volksbank Göttingen eine Marke gemacht.

Er habe Verantwortung übernommen auch für die Region, habe auf fairen Umgang gesetzt und das Haus geführt nach dem Motto: „Wir machen Geschäfte, die wir können, mit Menschen, die wir kennen.“ Als Dank für „großartige Arbeit“ überreichte Bockelmann den „Ehrenbrief des Genossenschaftsverbandes“.

Aus dem „Schatzkästchen“ wollte Vorstandskollege Markus Bludau ein wenig plaudern. Er berichtete über einen Mann, der verlässlich ist, gediegen, stolz und weltoffen, ein Hanseat halt, durch und durch. Bei dem gebürtigen Bremerhavener Kähler zähle der Handschlag, er sei berechenbar und setze nicht auf jede Sau, die durchs Dorf rennt“. Trotzdem riskiere Kähler auch etwas, wenn er seiner Sache sicher sei. Bludau plauderte aus Vorstandssitzungen: „Wenn wir kein Risiko eingehen wollen, dann kann auch mein Dackel Felix den Job übernehmen.“

Kähler verabschiedete sich mit wenigen Worten („Sonst weiß man ja gar nicht, dass ich da war“). Er gab seinen Nachfolgern Bludau und Hans-Christian Reuß den Tipp, der Pflege und Wertschätzung der Mannschaft große Bedeutung beizumessen, „ohne aus dem Geschäftsbetrieb eine Wellness-Oase zu machen“.