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Regional Waaker Firma Huhn + Ei mästet Brüderhähne
Nachrichten Wirtschaft Regional Waaker Firma Huhn + Ei mästet Brüderhähne
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16:28 20.06.2013
Von Hanne-Dore Schumacher
Im mobilen Hühnerstall und mit Landwirt Eberhard Rometsch: die ersten Brüderhähne von Huhn+ Ei.
Im mobilen Hühnerstall und mit Landwirt Eberhard Rometsch: die ersten Brüderhähne von Huhn+ Ei. Quelle: Hinzmann
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Waake

Es ist den Betreibern des Biohofes Huhn + Ei schon länger ein Dorn im Auge, dass nur weibliche Küken, also potenzielle Legehennen, nach dem Schlüpfen weiterleben dürfen. Die männlichen Küken, so erklärt Eberhard Rometsch, werden vergast. Die Zahl der jährlich getöteten Eintagsküken entspricht in etwa der Anzahl an Legehennen. Geschätzt sind es 34 Millionen Legehennen-Brüder. „Ein schrecklicher Gedanke“, findet auch Ehefrau Daniele. Deshalb hat sich der Familienbetrieb im Hacketal hinter Waake entschlossen, künftig beim Kükenlieferant auch Brüderhähne zu ordern und in Mast großzuziehen.

Kein leichtes Unterfangen

Kein leichtes Unterfangen, erklärt Landwirt Rometsch. Die Freiland-Legerasse Lohmann brown classic, die auf den Wiesen pickt, ist fürs Eierlegen gezüchtet. Die Mast dauert länger, Brust und Schenkel sind weniger opulent. So dauert auch die Brüdermast länger und ist entsprechend teurer. Trotzdem haben sich die Waaker zur Mast entschieden und die ersten 225 Brüderhähne geordert. 130 bis 150 Tage werden sie auf dem Gelände leben, bevor sie zu Schlachter Martin Roth nach Witzenhausen müssen.

Vitale Dasein

Ab Hof und auf dem Göttinger Wochenmarkt wird das Fleisch verkauft, das sich, wie Daniele Rometsch betont, als Grillfleisch, besonders aber zum Schmoren eignet. Mit der längeren Fleischreife und durch das vitale Dasein der Brüderhähne in Freilandhaltung und mobilen Hühnerställen begründet die Bäuerin die Qualität. Künftig wird in Waake zu jeder Legehenne ein Hahn gekauft, kündigen die Rometschs an. Um die Mehrkosten zu stemmen, haben sie die Eierpreise erhöht.