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Regional Warnstreik der Putzfrauen: Auftakt im Rathaus Hannover
Nachrichten Wirtschaft Regional Warnstreik der Putzfrauen: Auftakt im Rathaus Hannover
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16:25 30.09.2009
Das Neue Rathaus in Hannover.
Das Neue Rathaus in Hannover. Quelle: Frank Wilde
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Von Oktober an gilt der bisherige Mindeststundenlohn von 8,15 Euro für die Branche nicht mehr, sagte der Regionalleiter der Gewerkschaft, Eckhard Stoermer. „Das trifft vor allem die schwächsten in der Kette. Wir haben überproportional viele alleinerziehende Frauen in der Branche, auch viele Migranten.“ In Niedersachsen sind 73.000 Mitarbeiter betroffen, bundesweit etwa 860.000.

Die Arbeitgeber bieten nach Gewerkschaftsangaben bisher nur 24 Cent mehr Lohn pro Stunde. „Das sind gerade mal 1,8 Prozent, wir fordern dagegen ein Lohn-Plus von 8,7 Prozent und 20 Jahre nach dem Mauerfall eine Lohnangleichung Ost an West“, sagte der Gewerkschafter. Zudem will die Gebäudereiniger-Gewerkschaft eine betriebliche Altersvorsorge per Tarifvertrag durchsetzen. Stoermer kritisierte, die „Saubermacher-Bosse“ legten eine „Geizhalz-Mentalität“ an den Tag.

Am Montag beginnt die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik. Sollte die Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder dafür stimmen, könnten Schulen, Krankenhäuser und Büros eventuell längere Zeit ungeputzt bleiben. Allerdings konnte die IG Bauen nicht sagen, wie viele Putzfrauen und -männer Gewerkschaftsmitglieder sind, so dass die Folgen eines Streiks eventuell gering sein könnten. „Wir haben im Moment riesigen Zulauf. Genaue Mitgliederzahlen kann ich ihnen aber nicht nennen“, sagte Regionalleiter Stoermer.

lni