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Regional Weihnachtsgeld für eine schöne Bescherung
Nachrichten Wirtschaft Regional Weihnachtsgeld für eine schöne Bescherung
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17:50 30.11.2010
Schöne Bescherung: Viele Arbeitgeber in Göttingen zahlen tariflich-geregeltes Weihnachtsgeld.
Schöne Bescherung: Viele Arbeitgeber in Göttingen zahlen tariflich-geregeltes Weihnachtsgeld. Quelle: Rumpenhorst
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Die Mitarbeiter bei der Stadt Göttingen erhalten ein gestuftes Weihnachtsgeld: „Das Weihnachtsgeld für die höheren Gruppen ist deutlich abgeschmolzen“, sagt Stadtsprecher Detlef Johannson. „Die niedrigeren Lohngruppen sind näher dran am 13. Monatsgehalt.“

Im Göttinger Hotel Freizeit In wird die Sonderzahlung an die 270 Mitarbeiter nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit errechnet. „Nach fünf Jahren und elf Monaten bekommen die Mitarbeiter dann den Höchstbetrag“, erklärt Jörg Trilling, Geschäftsführender Gesellschafter.

Die 88 Mitarbeiter der vier Tegut-Filialen in Göttingen sind tariflich angestellt und bekommen 62,5 Prozent Weihnachtsgeld. „Außerdem erhalten alle Mitarbeiter ein gepacktes Weihnachtspäckchen als Geschenk“, erklärt Karl-Heinz Brand von der in Fulda ansässigen Firma. „Tegut zahlt das tarifliche Weihnachtsgeld schon seit Jahren.“

Im Sartorius-Konzern, Anbieter für Labor- und Prozesstechnologie in Göttingen, wird die Sonderzahlung prozentual errechnet: „Das sind 55 Prozent des normalen Gehalts“, erklärt Sartorius-Sprecherin Petra Kirchhoff. Daran werde auch nicht gerüttelt. „Das ist eine verlässliche und stabile Regelung.“

Im Deutschen Theater in Göttingen wird kein Weihnachtsgeld gezahlt. „Die Tarifverträge sehen die Zahlung einer Zuwendung vor.“ Dieses anteilige Monatsgehalt werde im November und Sommer gezahlt, erklärt Verwaltungsdirektorin Claudia Schmitz. Die Auszubildenden erhalten keine Zahlung.

„Einen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld gibt es nicht“, erklärt der Göttinger DGB-Vorsitzende Lothar Hanisch. Es gebe zwei Möglichkeiten: „Der Arbeitgeber bezahlt freiwillig“. Der Haken: „Wenn er darauf hinweist, dass er freiwillig zahlt, kann er die Zahlungen unkommentiert einstellen“, sagt Hanisch. Die zweite Möglichkeit: „In Tarifverträgen ist genau geregelt, wie viel ein Unternehmen zu zahlen hat.“ Der Arbeitgeber müsse sich daran halten. „Um Arbeitsplätze zu sichern, können Sonderzahlungen aber ausgeklammert werden“, räumt der DGB-Chef ein.

Von Florian Heinz