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14:53 19.07.2018
Karte der „Welcome Center“-Regionalbüros. Quelle: r
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Göttingen / Landkreis

„Wir wollen Südniedersachsen im Hinblick auf die Willkommenskultur für Fach- und Führungskräfte zu einer Leuchtturmregion entwickeln“ – diesen Anspruch hat Uni-Vizepräsidentin Hiltraud Caspar-Hehne schon vor Monaten formuliert. Nach der Eröffnung der ersten Regionalbüros in Northeim und Osterode soll Anfang Oktober Göttingen folgen; Bad Lauterberg, Duderstadt, Hann. Münden und Herzberg stehen noch auf der To-Do-Liste. Auch Uslar, Einbeck und Bad Gandersheim sollen angebunden werden.

Intensive Schulungen für Regionalbüro-Teams

„Die Regionalbüro-Teams werden intensiv geschult“, berichtet Casper-Hehne. Sie trainieren Erstberatungsgespräche und erhalten ein Beratungs- und Kommunikationstraining der mtec-Akademie aus der Privaten Hochschule PFH, die zum Partnernetzwerk gehört. Kundenneugewinnung und Marketing steht für die Mitarbeiter ebenfalls auf der Agenda, genauso wie Beratungstraining in englischer Sprache, Informationen über die Unternehmen am jeweiligen Standort oder auch Verwaltungsprozesse. „Die Mitarbeiter müssen auch so etwas wie eine Schnittstelle in die Verwaltung sein“, beschreibt Casper-Hehne.

Unterschiedliche Anforderungen

Laut Casper-Hehne werden mittlerweile 21 Unternehmen betreut. Beim Einbecker Saatgut-Hersteller KWS kümmere sich das „Welcome Center“ derzeit um sechs Biologen und Agrarökonomen aus der Türkei, Rumänien, Mexiko, Kroatien und Spanien. Auch zwei beim Moringer Gebläse- und Kompressorenhersteller Piller beschäftigte Ingenieure nutzten die Dienstleistungen bereits. Einer von ihnen komme aus China – und habe auch schon seine Familie mitgebracht. Dass sich das „Welcome Centre“ auch um sogenannte „Dual Career“-Optionen kümmert, kommt ihm dabei zugute.

Wie vielfältig die Bedürfnisse sein können, zeigt Casper-Hehne am Beispiel der Hotelmarke Freigeist auf: „Hier kümmern wir uns beispielsweise um Spezialitätenköche aus Thailand, Nepal und Abu Dhabi, die benötigen spezielle Visa“, so die Uni-Vizepräsidentin. Außerdem würden ein Barkeeper, eine Servicekraft aus Mauritius, ein Zimmermädchen aus Bosnien und eine Hotelfachfrau aus Nepal betreut. „Es ist doch wirklich spannend, was da gerade passiert“, findet Casper-Hehne. Auch die US-Spieler des Basketball-Erstligisten BG Göttingen gehören künftig zur Klientel; Betriebe wie die Bäckerei Hermann hätten Interesse signalisiert. Eine individuelle Anfrage sei aus Wolfsburg gekommen – von dort möchte ein Mann gern nach Südniedersachsen zurückkehren und erhofft sich dabei Hilfe vom „Welcome Centre“.

Eigene Erfahrungen und Anregungen von außen

Dass das alles schon jetzt funktioniert, hat auch damit zu tun, dass das Projektteam des „Welcome Centres Göttingen & Region“ gar nicht erst auf die Idee gekommen ist, das Rad neu zu erfinden. Schließlich gab es auch vor der Kooperation schon „geniusgöttingen“ für die Wirtschaft und das „Welcome Centre“ der Universität für die Wissenschaft. Und auch hier gab es bereits professionelle Betreuungsangebote. Dazu holt sich das Projektteam immer wieder externe Anregungen, schaut sich „Best-Practice“-Beispiele im In- und Ausland an.

Um ein nachhaltiges Kostenmodell zu entwickeln, gab es zudem eine umfassende Bedarfsanalyse, die auf bislang mehr als 70 Unternehmensbefragungen fußt. „Aus all diesen Erfahrungen haben wir Service-Pakete entwickelt, die von dem Moment an angeboten werden sollen, wenn das Projekt in den Regelbetrieb geht“, so Casper-Hehne. Dies soll Mitte 2019 der Fall sein. Schon jetzt kristallisiere sich heraus, dass die Betreuung pro Fall je nach Klientenprofil wohl zwischen 1200 und 1700 Euro kosten werde. „Damit wären wir im Vergleich sehr preiswert“, weiß die Projektleiterin.

Noch gibt es auch noch ein paar offene Baustellen: So werde die digitale Plattform noch einige Monate brauchen, prognostiziert Casper-Hehne. Und: Die geplante „Welcome Lounge“ am Göttinger Bahnhof soll im Januar 2019 öffnen. Die Kosten hierfür lägen bislang im kalkulierten Rahmen.

Von Markus Riese

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