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Regional Wirtschaftsanwalt Herfurth: Auf der Liste der Besten
Nachrichten Wirtschaft Regional Wirtschaftsanwalt Herfurth: Auf der Liste der Besten
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11:03 29.08.2019
Vom Handelsblatt und den Kollegen ausgezeichnet: Ulrich Herfurth. Quelle: Peter Krüger-Lenz
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Göttingen

Auszeichnung für den Göttinger Juristen Ulrich Herfurth: Das Handelsblatt veröffentlichte eine Liste, die ihn als einen der besten Rechtsanwälte für Gesellschaftsrecht in Niedersachsen ausweist.

Die Auswahl erfolgte in Kooperation mit dem US-Verlag Best Lawyers. Das Besondere an diesem Ranking: Es wird durch eine sogenannte Peer-to-Peer-Umfrage ermittelt. Dabei sollen die befragten Juristen angeben, welche Anwälte sie empfehlen würden, wenn sie einen Mandanten aus Zeitgründen oder Interessenkollisionen selbst nicht vertreten könnten. Das Handelsblatt habe ihn mit einem Schreiben darüber informiert, dass er in die Liste aufgenommen worden sei, sagt Herfurth. Er selbst verfolge das Ranking eher unregelmäßig. In der Regel tauchten dort bedeutend größere Kanzleien auf. Nominiert sei seine Kanzlei zudem noch als guter Ausbildung im Norden.

Besondere Nähe zu Familienunternehmen

Herfurth ist als Wirtschaftsanwalt auf die Beratung von mittelständischen Unternehmen und Konzerntöchtern spezialisiert mit einer besonderen Nähe zu Familienunternehmen. Der heute 68-Jährige war lange Landesvorsitzender des Verbandes der Familienunternehmer in Niedersachsen und leitet derzeit die Bundeskommission Wettbewerbs- und Wirtschaftsrecht des Verbandes. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Beratung zur Gesellschafterstruktur, zur Unternehmensnachfolge, bei der Begleitung von Start-ups und in der Unternehmensentwicklung.

75 Prozent der Arbeit seiner Kanzlei bestehe aus „präventiver Arbeit“, erklärt Herfurth. In 25 Prozent der Fälle vertrete er Mandanten vor Gericht. Und der 68-Jährige betont: Wir versuchen immer, solche Streitigkeiten mit einem konstruktiven Vergleich zu beenden.“ Dafür würden schon mal vor Gericht Anteile ge- oder verkauft. Das Verhältnis von Gesellschaftern untereinander sei häufig wie in einer Ehe. Da sei dann „ganz viel Psychologie“ gefragt. „Man muss Lösungen finden oder sich fair trennen.“ Oft prallten Alpha-Tiere aufeinander, deren Einsatz und Bedeutung für eine Gesellschaft sich manchmal über Jahre hinweg verschieben. Auch Generationswechsel seien nicht immer einfach. Herfurths Credo lautet: „Man muss engagiert für die eigene Partei eintreten, darf den anderen aber nicht fertigmachen wollen.“

20 Mitarbeiter, 10 Anwälte

20 Mitarbeiter sind für Herfurth & Partner im Einsatz, davon zehn Anwälte. Dazu kommen etwa zehn sogenannte Council-Anwälte, die nicht zum Kernteam gehören. Standort ist Hannover. In den Bereichen Mergers & Acquisitions sowie Beteiligungen hat seine Kanzlei mehr als 100 Transaktionen begleitet – sowohl für Käufer als auch für Verkäufer. Seine Klienten will Herfurth bei den Herausforderungen der Globalisierung und Digitalisierung unterstützen. Für das internationale Geschäft baute er das Netzwerk Alliuris auf, als weltweite Allianz von Wirtschaftskanzleien mit 450 Anwälten in Europa, USA, Brasilien, Russland, China und Indien. Seit 15 Jahren führt die Gruppe. Mit Blick auf den technologischen Wandel und insbesondere die Digitalisierung hat Herfurth das interdisziplinäre Expertennetzwerk Indy4 in Niedersachsen ins Leben gerufen.

Obwohl er seine Kanzlei in Hannover eröffnet hat, wohnt Herfurth mit seiner Ehefrau in Göttingen – „weil es hier so schön ist“, liefert der Anwalt eine schlagende Begründung. Schon sein Studium absolvierte er an der Georgia Augusta. Als Student gründete er gemeinsam mit einem Bauunternehmer eine Firma, die im Laufe einiger Jahre etwa 40 Häuser schlüsselfertig baute. „Eins davon in Nikolausberg haben wir einfach behalten.“ Noch heute wohnt er darin.

Wirtschaftskurse für Oberstufenschüler

„Business4School“

Im Jahr 2014 startete der Göttinger Wirtschaftsanwalt Ulrich Herfurth eine Initiative, die 2015 an den Start ging: „Business4School“. Akademisch ausgebildete Personen bieten darin Zusatzkurse für Oberstufenschüler zum Thema Wirtschaft an. Da gebe es ein Defizit, das die Schulen selbst formulieren, sagt Herfurth. Es fehlten Fachlehrer. Allerdings geht es dabei nicht um Fachwissen. „Im Sinne von Allgemeinbildung“ sei das Angebot ausgelegt. Auch gebe es immer einen Praxisanteil. Von Beginn an habe da gut funktioniert, Über vier Semester laufen die Kurse. Die Schulen verbreiten das Angebot, Schüler können sich dann anmelden. Kosten entstehen dabei nicht. Das Projekt startete in Göttingen. Bereits ein Jahr später installierte Herfurth es auch in Braunschweig. Seit 2018 gibt es „Business4School“ auch in Hannover.Selbst die Schulverwaltung werbe dafür, sagt Herfurth.

Mehr Infos dazu gibt es unter www.business4school.de.

Von Peter Krüger-Lenz

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