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Regional Wohnungsbaugenossenschaft liegt 2012 über dem Plan
Nachrichten Wirtschaft Regional Wohnungsbaugenossenschaft liegt 2012 über dem Plan
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20:56 19.06.2013
Ende 2013 bezugsfertig: 24 Wohnungen der Volksheimstätte Im Hassel (zwei bis vier Zimmer, 40 bis 120 Quadratmeter).
Ende 2013 bezugsfertig: 24 Wohnungen der Volksheimstätte Im Hassel (zwei bis vier Zimmer, 40 bis 120 Quadratmeter). Quelle: Zeichnung EF
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Göttingen

Die Verträge von May und seiner Vorstandskollegin Heike Klankwarth wurden um fünf weitere Jahre verlängert, Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet und der Jahresabschluss – ebenfalls ohne Gegenstimmen –  genehmigt.

"Das Gebiet hat sich eingewohnt"

Klankwarth berichtete von den Aktivitäten, die das vergangene Jahr dominierten. Am 17. Dezember fand das Richtfest für das Neubauprojekt „Im Hassel“ (Weende) statt. Die Chancen stünden gut, die Arbeiten planmäßig am Jahresende abzuschließen. Am 12. Mai wurde das Abschlussfest für das „Ausnahmeprojekt“ im Windausweg gefeiert.

„Das Gebiet hat sich eingewohnt“, sagte Klankwarth, „die Mieter fühlen sich dort sehr wohl.“ Die studierte Architektin betonte allerdings, dass diese Projekte nicht den Eindruck erwecken sollten, der Bau neuer Wohnungen wäre die zukünftige Hauptaufgabe der Volksheimstätte: „Neuer Wohnraum wird vor allem in den Metropolen gebraucht, in Göttingen nur bedingt.“

Hier stünden in Zukunft eher die energetische Modernisierung, der barrierefreie Umbau sowie die Schaffung von zusätzlichen Serviceleistungen im Vordergrund. Was die Arbeit der Volksheimstätte angeht, so würde sie von den Mietern überwiegend positiv beurteilt, wie eine Umfrage ergeben hätte. 97 Prozent würden die Wohnungsbaugenossenschaft weiterempfehlen, 88 Prozent seien mit ihrer Wohnung zufrieden, 79 Prozent hielten ihre Miete für angemessen und 90 Prozent seien von den Modernisierungsmaßnahmen überzeugt. 

Zukunftswerkstatt

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Andreas Bartsch, berichtete von der Zukunftswerkstatt, an der alle Mitarbeiter teilnehmen, und die sich mit dem zukünftigen Leitbild und der Ausrichtung der Genossenschaft beschäftigt. Bartsch wies in diesem Zusammenhang auf das neue Logo hin, das in Zusammenarbeit mit der Rosdorfer Werbeagentur „P.O.S. Kresin Design“ entwickelt wurde.

Das Bilanzvolumen betrug im Berichtsjahr 89,3 Mio. Euro (+5,2%). Die Eigenkapitalquote lag bei 24,1 Prozent (+0,3 Prozent), die Eigenkapitalrentabilität bei 5,1 Prozent (-0,5 Prozent). Die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter betrug 4,81 Euro, die Fluktuation bei den Mietverhältnissen 9,3 Prozent. Der Jahresüberschuss belief sich auf 1,1 Mio. Euro, was abzüglich der gesetzlichen Rücklage von 111 000 einen Bilanzgewinn von 991 000 Euro ergab. Die Volksheimstätte zahlt eine  Dividende in Höhe von 4 Prozent.

Von Hauke Rudolph