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Nachrichten Wirtschaft Firmengründer sollen durchstarten
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08:00 19.02.2020
Isabella Gekel (SNIC Life Science Accelerator) mit den Firmengründern Henrik tom Wörden (Mitte) und Daniel Hornung beim erste Life Science Start-up Day.
Isabella Gekel (SNIC Life Science Accelerator) mit den Firmengründern Henrik tom Wörden (Mitte) und Daniel Hornung beim erste Life Science Start-up Day. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Der „Südniedersachsen-Innovations-Campus“ (SNIC) will eine regionale Gründerkultur etablieren. Bis 5. März können sich potenzielle Firmengründer beim SNIC bewerben – und ab April schon durchstarten.

Der „SNIC Life Science Accelerator“ unterstützt und berät seit nunmehr zwei Jahren angehende Firmengründer in der Region. Die Verantwortlichen arbeiten dabei mit zahlreichen Einrichtungen, Institutionen und Firmen zusammen. Sie kooperieren mit der Universität, mit weiteren Hochschulen, Forschungseinrichtungen, mit der Universitätsmedizin, mit Unternehmen, mit der Wirtschaftsförderungen, mit freiberuflichen Dienstleistern und Finanzpartnern.

Unternehmensentwicklung beschleunigt

Die Mitarbeiter schätzen diese Jahre als erfolgreich ein. „Seit Gründung Anfang 2018 wurden 16 Gründungsvorhaben betreut. Dabei haben wir für 90 Prozent dieser Start-ups die Unternehmensentwicklung deutlich beschleunigt. Bisher konnten drei Unternehmensgründungen am Standort begleitet werden“, berichtet Projektleiterin Isabella Gekel. „Die geförderten Gründungsteams haben inzwischen Preise bei regionalen und auch überregionalen Innovations- und Gründungswettbewerben gewonnen, begehrte Gründungsstipendien des Landes Niedersachsen erhalten und Investoren überzeugen können.“

Der Accelerator unterstützt unmittelbar vor einer Gründung befindliche Start-ups und Unternehmen, die jünger als fünf Jahre alt sind. Gefördert werden Initiativen aus dem Bereich Life Science. Das Angebot läuft sechs Monate lang und beinhaltet eine intensive Betreuung bei Unternehmensaufbau und -entwicklung. Zahlen müssen die angehenden Firmenchefs für dieses Angebot nichts.

Überzeugende Darstellung notwendig

Den vom SNIC Life Science Accelerator geförderten Start-ups stehen laut den Verantwortlichen angesehene Wirtschafts- und Finanzpartner zur Seite. Das Beratungsangebot sei dabei individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Start-ups zugeschnitten. Neben gründungsrelevanten Veranstaltungsformaten und geeigneten PR-Maßnahmen könnten die ausgewählten Teams bei Bedarf Büroräume für erste Geschäftstätigkeiten bis zu sechs Monate kostenlos nutzen.

„Wer in den nächsten sechs Monaten ein Life-Science-Unternehmen gründen will oder bereits ein junges Start-up ist und weitere Unterstützung für den eigenen Wachstumskurs nutzen möchte, kann sich bis zum 5. März, bei uns bewerben und nach überzeugender Darstellung des Geschäftsmodells direkt am 1. April anfangen“, verspricht Gekel.

Teaser einreichen

Für die Bewerbung müssen die Interessenten einen Teaser einreichen. Ein Gremium von Vertretern regionaler Wirtschaftsunternehmen, darunter B.Braun, Evotec, Juno Therapeutics, K+S, KWS Saat, Ottobock, Repairon und Sartorius, die Bewerbungen auf der Grundlage des Teasers und einer persönlichen Präsentation.

Finanziert wird das Angebot von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) und deren Netzwerke sowie mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen und der Sparkassen in Südniedersachsen. Sie halten ein breit gefächertes Angebot für Existenzgründer bereit.

Professionelles Netzwerk

Der SNIC Life Science Accelerator bietet Beratung zu verschiedenen Gründungsthemen durch ein professionelles Netzwerk von Dienstleistern an, Büroraum für die Verwirklichung neuer Geschäftsideen, Kontakte zu Finanzpartnern sowie Zugang zu strategischen Kooperationspartnern und potenziellen Kunden.

Darüber hinaus ermöglicht der Accelerator durch verschiedene Veranstaltungsformate neben dem Wissenstransfer rund um das Thema Unternehmensgründung und -entwicklung auch den Auf- und Ausbau von Netzwerken und schafft durch gemeinsame PR- und Co-Marketing Aktivitäten mehr Sichtbarkeit für die einzelnen Gründungsvorhaben. Auch Unternehmen und Investoren profitieren vom Austausch mit engagierten und kreativen Start-ups, dem Zugang zu innovativen Ideen und neuen Investitionsmöglichkeiten, sind die Verantwortlichen überzeugt.

Viele Informationen im Teaser

Der Bewerbunsteaser muss das Gründungsvorhaben mit dem Firmennamen, dem Gründungsdatum und der rechtlichen Struktur enthalten. Auch das Geschäftsfeld muss dabei umrissen werden. Das Team sollte sich und seine Kernkompetenz kurz vorstellen. Natürlich müssen die Geschäftsidee und die Zielgruppe und das Finanzierungsmodell dargestellt werden. Die Jury will auch über den Entwicklungsstand des Produktes, den Realisierungsplan informiert werden. Schließlich sollten die Bewerber auch mitteilen, in welcher Form sie sich Unterstützung erhoffen.

Weitere Informationen gibt es unter Tel. 0551/39-30500 und accelerator-goettingen.de

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