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Apple-Entwicklerkonferenz WWDC Neuer Streaming-Dienst heißt AppleMusic
Nachrichten Wirtschaft Themen Apple-Entwicklerkonferenz WWDC Neuer Streaming-Dienst heißt AppleMusic
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22:10 08.06.2015
One more thing: Apple hat den Spotify-Konkurrenten AppleMusic vorgestellt, der mehr kann als Musik zu streamen.
One more thing: Apple hat den Spotify-Konkurrenten AppleMusic vorgestellt, der mehr kann als Musik zu streamen. Quelle: afp
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San Francisco

Die Neuigkeiten von der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco im Überblick:

AppleMusic

Der erwartete Streaming-Dienst heißt AppleMusic und hat den Anspruch, deutlich mehr zu können. In der App AppleMusic sind drei Bereiche: Ein Streaming-Service, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden, das kostenlose Internet-Radio Beats One, das in 100 Ländern verfügbar sein wird und eine Plattform, über die Fans ihren Lieblingskünstlern folgen können. Musiker – auch ohne Plattenvertrag – können dabei eigene Lieder hochladen, Interviews, Videos – sie sollen so eine Community zu Fans aufbauen können.

Der Streaming-Dienst kostet 9,99 Dollar pro Monat oder 14,99 Dollar pro Monat für Familien mit bis zu sechs Mitgliedern. Die ersten drei Monate sind frei. Das ist die erwartete Kampfansage an Spotify. Nur der Streaming-Dienst ist kostenpflichtig, Beats One und Specials der Musiker sind umsonst erhältlich. Apple Music startet am 30. Juni. Euro-Preise und Start in Deutschland sind noch nicht bekannt.

Für den Radiodienst namens Beats1 soll es drei Stationen auf der Welt geben: New York, London und LA. Dafür warb Apple unter anderem den Radio-DJ Zane Lowe bei der BBC ab.

Wer Apple Music erstmals nutzt, wählt aus, was ihm gefällt. Die App soll dann später Empfehlungen ausgehend aus dem Musikgeschmack des Nutzers machen. Apple Music "wird die Art, wie Sie Musik erleben, für immer verändern", versprach Konzernchef Tim Cook. Einzelne Songs wird man auch mit Hilfe der Siri-Sprachsteuerung aussuchen können.

Apple setzte bisher auf den Verkauf von Songs zum Download. Der Konzern ist damit zum weltgrößten Musik-Verkäufer geworden, es ist ein Milliardengeschäft. Doch der Trend ist klar: Die Nutzer schwenken stattdessen zu Streaming-Diensten um, die direkt aus dem Internet spielen. Die Downloads gehen zurück.

AppleWatchOS2

Die Apple-Watch bekommt zwei Monate nach Verkaufsstart die zweite Version des Betriebsystems. Neue Funktionen und Änderungen waren auch erwartet worden. So wird auch Apple Pay auf der Watch integriert. Zu den vielen neuen Apps gehört bespielsweise HomeKit, womit man Licht und andere Dinge daheim kontrollieren kann – sofern sie denn vernetzt sind. App-Entwickler bekommen auch Zugriff auf Sensoren der Uhr. Das wird zum Beispiel Fitness-Anwendungen zugute kommen.

News

Ganz neu ist News: Damit soll jedem Nutzer eine Auswahl an Artikeln gezeigt werden, die seinen Interessen entsprechend automatisch ausgesucht werden. Der Newsfeed ist aber erst einmal nur in den USA, Australien und Großbritannien erhältlich. Laut Apple soll das Lesen der Artikel damit einfacher werden, die Präsentation schöner.

Note

Note, das Programm für Notizen, lässt sich künftig mittels der Fotokamera auch für Skizzen nutzen.

Maps

Der Kartendienst Maps wird erweitert. Dort werden für Großstädte – wie Berlin – die Linien und Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs integriert.

Apple Pay

Beim letzten Mal angekündigt, nun präsentiert: Apple Pay. Die großen Kreditkartenunternehmen Visa, MasterCard, American Express machen mit, die Firma Square wird im Herbst ein Lesegerät für Apple Pay herausbringen, mit dem das iPhone zum Bezahlen nur an das Gerät gehalten werden muss. Im Juli bereits soll Apple Pay nach Großbritannien kommen, für Deutschland gibt es noch kein Datum. Unter anderem werde man in Bussen und der U-Bahn in London über das iPhone bezahlen können, sagte Apple-Managerin Jennifer Bailey. Mit der Einführung von Apple Pay wird auch Passbook umbenannt, das bisher nur für Flugtickets und dergleichen gedacht war. Es heißt nun Wallet und kann dann auch Kundenkarten enthalten.

iOS9 für iPad und iPhone

Für iPads und iPhones gibt es das mobile Betriebssystem iOS9. Es soll die Batterielaufzeit eines iPhone 6 um eine volle Stunde erhöhen. Die überarbeitete Version von Siri wird schlauer – man kann damit beispielsweise nach bestimmten Motiven auf Fotos suchen. Auch neu: Stöpselt man Kopfhörer ein oder schließt das iPhone im Auto an, wird automatisch Musik aus der eigenen Sammlung abgespielt. Apple vesichert, dass bei allen Funktionen und Suchen die Datensicherheit gegeben sei. Nichts würde mit der Apple ID verknüpft oder an Dritte weitergegeben.

El Capitan als neues Mac-Betriebssystem

Die nächste Version des Mac-Betriebssystems heißt El Capitan. Es ist – natürlich – schneller als der Vorgänger Yosemite. Der Browser Safari ist runderneuert, Spotlight bekommt erweiterte Funktionen, kleine Programme – Apps genannt – sollen künftig schneller laden. Mit Split Level sollen zwei gleichzeitig auf dem Bildschirm nebeneinander sein können. Außerdem wurde "Metal für Mac" vorgestellt, das bessere Grafiken für Spiele ermöglichen soll. Für Entwickler ist die Beta-Version von El Capitan ab sofort nutzbar, User können die Beta-Version ab Sommer herunterladen. Für alle Apple-Besitzer ist das neue Betriebssystem im Herbst kostenlos erhältich.

sbü (mit dpa)