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Weltweit 6,6 Prozent mehr Geld in der Kautschukindustrie
Nachrichten Wirtschaft Weltweit 6,6 Prozent mehr Geld in der Kautschukindustrie
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14:01 24.05.2018
Mitarbeiter in einem Werk von Continental in Northeim Quelle: picture alliance / dpa
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Hannover

Die Arbeitgeber der deutschen Kautschukindustrie und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben sich auf einen Tarifabschluss mit deutlich mehr Geld geeinigt. Bis 2020 sollen Beschäftigte in drei Stufen insgesamt 6,6 Prozent mehr verdienen. Der Abschluss gilt für bundesweit 35.000 Mitarbeiter der Branche, darunter auch rund 2000 Angestellte des hannoverschen Autozulieferers Continental sowie Angestellte der hannoverschen Jäger-Gruppe.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Marc Welters, sagte am Donnerstag: „Nach sehr zähen Gesprächen haben wir uns auf ein gutes Paket geeinigt. 6,6 Prozent mehr – das ist ordentlich.“ Die Arbeitgeber betonten die lange Laufzeit des Vertrags. Die Betriebe erhielten dadurch eine „verlässliche Planungsgrundlage“, sagte Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Kautschukverbands ADK. Außerdem könnten Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Gehaltserhöhungen um bis zu drei Monate verschieben.

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Zuschuss für Vier-Tage-Woche

Ältere Angestellte können künftig ihre wöchentliche Arbeitszeit um acht Stunden reduzieren und damit zu einer Vier-Tage-Woche wechseln. „Dies wird zu 50 Prozent vom Arbeitgeber finanziert“, teilte die IG BCE mit.

Auch Beschäftigte im Osten, die zurzeit 1,5 Stunden mehr pro Woche arbeiten müssen als ihre Kollegen im Westen, erhalten in den nächsten Jahren mehr Freizeit. In fünf Jahren sollen sie dann so lange arbeiten müssen wie im Westen, wo es derzeit 37,5 Wochenstunden sind.

Von Anne-Sophie Galli

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