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Weltweit Bahnkunden haben ab sofort mehr Rechte
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Bahnkunden haben ab sofort mehr Rechte
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10:31 29.07.2009
Das Gesetz zu den Fahrgastrechten im Eisenbahnverkehr bringt Sicherheit bei Ausgleichs- und Erstattungsleistungen. Quelle: Sascha Schürmann/ddp
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Die neue Regelung sieht Entschädigungen ab einer Verspätung von 60 Minuten vor und stellt Kunden besser, wenn sie bei Verzögerungen auf teurere Züge umsteigen, ein Taxi nehmen oder gar übernachten müssen.

Kommt ein Reisender eine Stunde oder mehr zu spät an seinem Ziel an, muss das Bahnunternehmen ihm 25 Prozent des Fahrpreises erstatten, bei zwei Stunden Verspätung sind es 50 Prozent. Maßgeblich ist die Ankunftszeit am Zielort: Ist also ein erster Zug nur fünf Minuten verspätet und kommt ein Bahnkunde durch einen verpassten Anschlusszug über eine Stunde später am Zielort an, erhält er eine Entschädigung.

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Das Bahnunternehmen haftet allerdings nicht, wenn der Grund für die Verspätung nicht im Bahnbetrieb liegt, also beispielsweise bei bestimmten Unfällen. Keine Entschädigung gibt es zudem, wenn der Betrag unter vier Euro liegt. Ihre Ansprüche können die Fahrgäste mit einem einheitlichen Formular anmelden, das es bei den meisten Bahngesellschaften gibt. Dies gilt unternehmensübergreifend - es ist also egal, ob ein Fahrgast mit einem Zug der Deutschen Bahn oder dem eines Wettbewerbers unterwegs war

Bei Streitfällen soll ab Dezember eine neue Schlichtungsstelle zwischen Kunden und Bahnunternehmen vermitteln. Bis dahin können sich Kunden an die Schlichtungsstelle Mobilität des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) oder an einzelne regionale Ansprechpartner wenden.

Die Bahnunternehmen hatten angekündigt, Kunden bei Verspätungen und Zugausfällen in diesem Sommer besser zu stellen als sie es eigentlich müssten. Demnach gelten die neuen Rechte ab Mittwoch für alle Reisenden, unabhängig vom Kaufdatum ihrer Fahrkarte. Davon profitieren vor allem Sommerurlauber, die ihr Ticket vor dem 29. Juli gekauft haben, aber erst danach fahren.

afp

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