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Weltweit Bernhard rückt in Daimler-Vorstand auf
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19:13 05.02.2010
Wolfgang Bernhard Quelle: ap
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Mit dem derzeitigen Mercedes-Produktionsvorstand Rainer Schmückle würden Gespräche geführt. Laut einem Bericht des „Manager Magazins“ soll er das Unternehmen verlassen.

Bernhard, bereits von 2002 bis 2004 im Vorstand des Autobauers, ist ein enger Vertrauter von Konzernlenker Dieter Zetsche. Bislang ist Bernhard Chef der Mercedes-Transportersparte. Er hatte bereits bei der damaligen Daimler-Tochter Chrysler von 2000 bis 2004 eng mit Zetsche zusammengearbeitet.

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Zetsche war damals Chrysler-Chef, Bernhard für das operative Geschäft zuständig. Er verließ den Konzern 2004 im Streit mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp. 2005 ging er als Markenchef VW zum Volkswagen-Konzern. Er verließ das Wolfsburger Unternehmen aber Anfang 2007, nachdem Martin Winterkorn zum Vorstandschef berufen worden war.

Zetsche führt den Daimler-Konzern und Mercedes in Personalunion. Er habe Schmückles Abberufung bereits im Präsidium des Aufsichtsrats erläutert, berichtete das Magazin weiter. Der Daimler-Aufsichtsrat tagt Mitte Februar vor der Präsentation der Jahresbilanz für 2009.

Zahlreiche Feinde gemacht

Schmückle habe intern schon länger in der Kritik gestanden. Er habe zwar etliche erfolgreiche Sanierungsprojekte geleitet, unter anderem das Mercedes-Programm Core und die Rettung der US-Lkw-Tochter Freightliner. Aber er habe sich durch sein in der Regel nicht eben diplomatisches Auftreten auch zahlreiche Feinde gemacht. Zuletzt war er einige Male mit dem Betriebsrat aneinandergeraten. Ein Angebot, die Opel-Spitze zu übernehmen, hatte er jüngst dem Bericht zufolge abgelehnt.

Der Wechsel komme für Daimler in einer schwierigen Phase. Den Absatzeinbruch des vergangenen Jahres überstand der Konzern nur deshalb einigermaßen heil, weil er die Kosten um mehrere Milliarden Euro drückte. So verzichteten die Mitarbeiter auf Lohn, die Ausschüttung von Prämien wurde auf 2010 verschoben, zeitweise setzte das Unternehmen Zehntausende Beschäftigte auf Kurzarbeit. Dennoch dürfte der Konzern das Jahr mit einem deutlichen Verlust abgeschlossen haben.

ap

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