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Weltweit Beste Stimmung vor der Agritechnica
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Beste Stimmung vor der Agritechnica
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22:13 11.09.2013
Von Carola Böse-Fischer
Faszination Agrartechnik: Vom 12. bis 16. November findet wieder die Agritechnica auf dem hannoverschen Messegelände statt. Quelle: dpa
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Hannover

„Wir erleben zurzeit eine regelrechte Boomphase“, berichtete der Geschäftsführer des Branchenverbands VDMA, Bernd Scherer, am Mittwoch in Hannover. Verantwortlich dafür sei vor allem die ungebrochene „Investitionslust der Landwirte“, denn die Preise für Agrarprodukte seien ordentlich und mithin die Einkommen der Landwirte zufriedenstellend.

Deshalb hofft die Agrartechnikindustrie auf gute Geschäfte auf der weltweit größten Messe für Landtechnik. Nach dem schon erfolgreichen Jahr 2012 erwartet die Branche für das laufende Jahr ein „dickes Umsatzplus von 7 Prozent“, wie Scherer sagte. Damit würde die deutsche Landtechnik, die mehr als 50 Prozent ihrer Produktion von Mähdreschern, Traktoren oder Feldhäckslern exportiert, erstmals die Marke von 8 Milliarden Euro Umsatz überspringen.

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Auch die Geschäfte vieler ausländischer Hersteller laufen bestens, und immer mehr nutzen die Agritechnica, um ihre Innovationen zu präsentieren und neue Märkte zu erschließen. Inzwischen zählt die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), die die Landtechnikmesse im jährlichen Wechsel mit derEuroTier, der ebenfalls weltgrößten Branchenschau für Tierhaltung, veranstaltet, mehr Aussteller aus dem Ausland als deutsche Unternehmen.

Insgesamt haben sich bislang mehr als 2700 Aussteller aus 47 Ländern angemeldet, wie DLG-Hauptgeschäftsführer Reinhard Grandke sagte. Das sei ein neuer Höchststand. Das Ausstellerplus um rund 2 Prozent resultiere komplett aus dem Ausland. Mit 53 Prozent ist der Anteil der ausländischen Firmen so hoch wie nie zuvor, erklärte Grandke. Die DLG sehe dies als „deutliches Signal für die zunehmende globale Ausrichtung der Unternehmen und der Agrarwirtschaft“.

Das spiegelt sich auch bei den Besuchern der Agritechnica, vor allem Landwirte und Lohnunternehmer, wider. Vor zwei Jahren bescherte die Agrarschau der DLG einen Rekord von rund 415.000 Besuchern und überflügelte damit locker die Computermesse CeBIT, zu der in diesem Jahr etwa 280.000 Interessierte kamen. Allein knapp 100.000 Agritechnica-Besucher reisten aus dem Ausland an. Im November rechnet der DLG-Chef mit einer ähnlichen Größenordnung. Bei den Landwirten in aller Welt gebe es einen hohen Informationsbedarf, um ihre Betriebe für die Zukunft richtig aufzustellen.

Dabei geht es laut Grandke vor allem um eine Verbesserung der Produktionseffizienz, also mehr Ertrag auf gleicher Fläche. Hier lägen die Potenziale im „Smart Farming“. Dahinter verbergen sich etwa Navigation und Sensortechniken für Traktoren oder Mähdrescher. Fast jede der 400 zur Agritechnica angemeldeten Neuheiten entstammt den Bereichen Elektronik, Sensorik und Software.

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