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Weltweit Carsharing: Darauf sollten Sie vor der Anmietung achten
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Carsharing: Darauf sollten Sie vor der Anmietung achten
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05:01 15.05.2019
In vielen Städten Deutschlands besteht die Möglichkeit, Carsharing zu nutzen. Eine praktische Möglichkeit, mobil zu sein, auch wenn man kein eigenes Auto besitzt. Quelle: Symbolfoto Bundesverband Carsharing
Hannover

Ein eigenes Auto lohnt sich für viele Menschen finanziell nicht und ist außerdem nicht ganz stressfrei. Zu Versicherung, Steuern und Benzin kommt die ständige Suche nach einem Parkplatz, und dann steht das Auto doch mehr, als das es fährt, weil es eben doch nicht so oft gebraucht wird.

Carsharing: Spontan und unkompliziert

Carsharing ist mittlerweile eine beliebte Option für viele Leute, die nicht täglich ein eigenes Auto brauchen. Sogar stundenweise lässt sich spontan und unkompliziert ein Auto mieten, das oft sogar noch in der Nähe wartet. Der Bundes­verband CarS­haring (bcs) empfiehlt dieses Prinzip zu nutzen, wenn weniger als 10.000 Kilometer pro Jahr gefahren werden – bei mehr Kilometern würde sich ein eigenes Auto mehr lohnen.

Versicherungsbestimmungen oft strenger

Wer generell schon einmal ein Auto gemietet hat, weiß, dass die Versicherungsfrage oft eine große Rolle spielt. Wie hoch die Selbstbeteiligung ist oder was von der Versicherung übernommen wird, sollte jeder wissen, der plant, ein Auto über Carsharing zu mieten, da die Versicherungsbestimmungen dort teilweise strenger als bei üblichen Autovermietungen sind.

Was zahlt die Versicherung?

Auch wenn der Carsharing-Anbieter Kaskoschutz anbietet, sollten Kunden sich darüber im Klaren sein, dass grobe Fahrlässigkeit einen Ausschluss dieses Schutzes zur Folge hat. Wer zum Beispiel eine rote Ampel überfährt, unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fährt oder an unübersichtlichen Stellen überholt, muss die Reparatur des geliehenen Fahrzeuges teilweise oder komplett übernehmen. (Mehr zum Thema Autoversicherungen lesen Sie hier.)

Wie hoch ist die Selbstbeteiligung?

Die Selbstbeteiligung lässt sich bei einigen Anbietern durch verschiedene Angebote senken: Es fällt ein jährlicher Betrag an, der die Selbstbeteiligung entweder stark reduziert oder sie sogar komplett wegfallen lässt. Für spontane Mieter praktisch: Online lässt sich direkt vor der Fahrt eine Versicherung abschließen, die pro Tag abgerechnet wird.

Worauf ist besonders zu achten?

Wildunfälle sind in einigen Policen nicht ausreichend versichert. So sind oft nur Zusammenstöße mit Haarwild versichert, beispielsweise Füchsen oder Rehen. Unfälle mit Nutztieren, Vögeln oder Hunden werden von der Versicherung ausgeschlossen. Es sollte also unbedingt darauf geachtet werden, eine Police mit allen Tieren abzuschließen. Auch wichtig: Carsharing muss ein Verschulden nachweisen. Wenn also ein Kratzer oder ähnliches am Auto entstanden ist, für den der Mieter aufkommen soll, lohnt es sich immer darauf hinzuweisen, dass sich ein Verschulden nicht nachweisen lasse, da der Schaden ebenso auf anderem Weg entstanden sein könnte.

Was passiert mit der Schadensfreiheitsklasse?

Wer jahrelang unfallfrei gefahren ist und ein eigenes Auto hatte, möchte diese Klasse natürlich nicht verlieren, wenn er einige Jahre Carsharing nutzt, sich aber dann wieder ein eigenes Auto anschafft. Einige Versicherer kennen die alte Schadensfreiheitsklasse nach 7, andere nach 10 Jahren noch an. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich vor dem Abmelden die erreichte Rabattklasse bescheinigen zu lassen, um sicherzugehen, diese nicht zu verlieren.

Mehr lesen:
Das sind Alternativen zum klassischen Carsharing

Von RND/hb

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