Chemiekonzern Symrise legt wirtschaftlich deutlich zu
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Weltweit Sprung nach oben mit Düften und Aromen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Sprung nach oben mit Düften und Aromen
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17:54 30.11.2016
Von Albrecht Scheuermann
Das Logo der Symrise AG in Holzminden.
Das Logo der Symrise AG in Holzminden. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Während der VW-Konzern 2015 wegen des Dieselskandals starke Einbußen bei der Wertschöpfung verzeichnete, konnten andere Unternehmen ein deutliches Plus erzielen. Den stärksten Sprung nach oben machte der Chemiekonzern Symrise. An der Rangfolge der größten Unternehmen des Landes hat sich jedoch trotz der Verschiebungen nur wenig geändert: Nach wie vor steht der Wolfsburger Automobilkonzern mit riesigem Abstand auf Platz eins.

Die Nord/LB untersucht alljährlich, wie sich die größten Unternehmen Niedersachsens entwickelt haben, und erstellt eine entsprechende Rangliste. Ein wichtiges Kriterium ist die sogenannte Wertschöpfung. Sie besteht in erster Linie aus den gezahlten Löhnen, den Gewinnen und den Steuern. Weil der VW-Konzern wegen der Abgas-Affäre im vergangenen Jahr statt eines zweistelligen Milliardengewinns einen Verlust schrieb, fiel die Wertschöpfung nach den Nord/LB-Berechnungen um 20 Prozent.

Allerdings war sie mit 41,4 Milliarden Euro immer noch mehr als dreimal so groß wie die des zweitplatzierten Unternehmens – dem Continental-Konzerns. Dessen Wertschöpfung erhöhte sich um 20 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgten wie im Vorjahr Tui, Talanx und Salzgitter. Den größten Sprung nach vorn machte der Duft- und Aromenhersteller Symrise aus Holzminden. Ein Wertschöpfungsplus von 55 Prozent ließ das Unternehmen, das 2015 Umsatz und Gewinn stark steigerte, von Platz zwölf auf Platz sieben der Rangliste aufrücken.

Insgesamt sank die Wertschöpfungssumme der 50 größten Unternehmen in Niedersachsen vergangenes Jahr um rund 8 Prozent auf 79 Milliarden Euro. Dies liegt jedoch allein am VW-Effekt. Ohne den Autokonzern stieg die Wertschöpfung der 49 größten Unternehmen um 12 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten der Top-50 nahm laut Nord/LB um 4   Prozent zu.

Nach wie vor konzentriert sich die Wirtschaftskraft des Landes stark auf Hannover. 19 der 50 größten Unternehmen Niedersachsens sind dort angesiedelt, es folgen Osnabrück mit fünf sowie Oldenburg mit drei Unternehmen. Braunschweig, Göttingen und Salzgitter sind mit je zwei Unternehmen in der Liste vertreten.

Nord/LB-Vorstand Thomas Bürkle, der demnächst Gunter Dunkel an der Spitze des Konzerns ablöst, attestierte den Unternehmen des Landes insgesamt eine sehr positive Entwicklung. „Die niedersächsische Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs.“, sagte Bürkle. Gleichwohl sei das Wachstum in Niedersachsen im ersten Halbjahr mit plus 1,7 Prozent etwas hinter dem deutschen Durchschnitt von 2,3   Prozent zurückgeblieben. Die Aussichten für 2017 seien aber „durchaus positiv“, so Bürkle.

30.11.2016