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Weltweit Cyberattacke auf den Heise-Verlag
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Cyberattacke auf den Heise-Verlag
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20:45 06.06.2019
Wurde Opfer eines Cyberangriffs: Der Heise-Verlag in Hannover. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Der hannoversche Heise-Verlag, in dem unter anderem die Computerzeitschrift „c’t“ erscheint, ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, ereignete sich die Cyberattacke Mitte Mai. Durch eine eingeschleuste Schadsoftware sei die Arbeit von rund 100 der 500 Beschäftigten in Hannover eine Woche lang nur eingeschränkt möglich gewesen. Auch Wochen nach dem Angriff auf das Heise-Netz seien noch Auswirkungen zu spüren, berichtete Jürgen Schmidt, Chefredakteur von „Heise Security“.

Gefährliche E-Mail

Ausgelöst wurde der Angriff am 13.  Mai durch eine E-Mail, die sich auf einen tatsächlichen Geschäftsvorgang bezogen habe, berichtet Schmidt. Die E-Mail stammte angeblich von einem Geschäftspartner und enthielt die Bitte, Daten in einem anhängenden Word-Dokument zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Beim Öffnen erschien eine Fehlermeldung, die den Heise-Mitarbeiter aufforderte „Enable Editing“ (zur Bearbeitung freigeben) anzuklicken. Dies tat der Kollege – und das Unheil nahm seinen Lauf.

Erpresser fordern Lösegeld

Die Schadsoftware mit dem Namen Emotet breitete sich nach und nach im Netz von Heise aus. Heise schaltete auch externe Experten ein, um dem Problem Herr zu werden. Schmidt spricht von einem „IT-GAU“. Er rät Firmen, sich auf solche Angriff gut vorzubereiten. Die Schadsoftware Emotet wird von Kriminellen genutzt. Das Ziel sind vor allem Firmen, Behörden und andere Institutionen. Emotet legt nach und nach Systeme lahm und präsentiert dann eine Lösegeldforderung. Im Mai hatten Unbekannte versucht, den Trojaner Emotet ins System der Finanzämter in Norddeutschland einzuschleusen.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen informiert mit seinem „Ratgeber Internetkriminalität über die Schadsoftware und weitere Gefahren durch Cyberangriffe. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Allianz für Cybersicherheit, in der auch Niedersachsen vielfach vertreten ist, bieten für Bürger und Unternehmen Informationen zum Schutz vor der Schadsoftware.

Lesen Sie auch: Hackerangriff vor der Aufklärung

Von Mathias Klein

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