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Weltweit Daimler investiert über 1,5 Milliarden Euro in Stuttgarter Stammwerk
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Daimler investiert über 1,5 Milliarden Euro in Stuttgarter Stammwerk
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16:52 25.11.2011
Mit einer Milliarden-Investition will Daimler sein Werk in Stuttgart stärken. Quelle: dpa
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Stuttgart

Die Autobauer Daimler, Audi und Porsche investieren kräftig in Baden-Württemberg. In das Stuttgarter Stammwerk der Marke mit dem Stern fließen in diesem und im kommenden Jahr mehr als 1,5 Milliarden Euro, wie Daimler am Freitag mitteilte. Mercedes-Produktionsvorstand Wolfgang Bernhard sagte: „Mit der guten Auftragslage im Rücken investieren wir in unsere Aggregateproduktion und machen diese wettbewerbsfähig für die Zukunft.“ Das sei ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Wachstumsstrategie Mercedes-Benz 2020.

Im laufenden Jahr steckte der Autobauer in den Stammsitz Stuttgart-Untertürkheim bereits 670 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sollen es mehr als 980 Millionen Euro werden. Die Investitionen fließen laut Mitteilung in Aus- und Umbauten sowie neue Fertigungstechnologien im Bereich der Achsen-, Getriebe- und Motorenproduktion.

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Daimler-Konkurrent Audi denkt unterdessen über eine Erweiterung seines Werks in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) nach. Deshalb kauft die Volkswagen-Tochter ein 23 Hektar großes Gelände in Heilbronn, um dort ein Zweigwerk bauen zu können, wie eine Sprecherin auf Nachfrage mitteilte. Dort sollen bis Ende 2013 Fabrikhallen für Fertigung und Logistik entstehen. Zur Höhe des Investitionsvolumen machte sie keine Angaben. Sie verwies aber darauf, dass in den letzten Jahren jährlich über 300 Millionen in Baden-Württemberg investiert wurden. Auch die Zahl der möglichen neuen Arbeitsplätze wollte die Sprecherin nicht beziffern. Im Endausbau könnten nach Informationen der „Heilbronner Stimme“ 1000 neue Stellen entstehen.

Bei Porsche sorgt der gute Absatz für zusätzliche dauerhafte Arbeitsplätze. Bis zum Ende des Jahres werden im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und in Sachsenheim mehr als 200 befristete Arbeitsverhältnisse in unbefristete Stellen umgewandelt, wie das Unternehmen berichtete. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück sagte, damit bekämen die Kollegen eine Perspektive im Unternehmen und damit Zukunftssicherheit. Zudem habe der Betriebsrat erreicht, dass Porsche sein Bekenntnis zur Produktion in Deutschland unterstreiche. Der Sportwagenbauer beschäftigt in Stuttgart-Zuffenhausen rund 2900 Mitarbeiter in Produktion und Logistik.

dpa