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Weltweit Deutsche Bahn bekommt Konkurrenz
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12:24 02.03.2012
Foto: Die ICE-Züge der Bahn bekommen Konkurrenz. Ab Herbst bedient auch MSM den Fernverkehr.
Die ICE-Züge der Bahn bekommen Konkurrenz. Ab Herbst bedient auch MSM den Fernverkehr. Quelle: dpa (Archivfoto)
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Die Deutsche Bahn bekommt demnächst voraussichtlich Konkurrenz auf der Fernstrecke. Das Kölner Unternehmen MSM will ab dem frühen Herbst Züge von Köln nach Berlin und Hamburg schicken. Einen entsprechenden Bericht der „Financial Times Deutschland“ bestätigte MSM-Chef Niko Maedge am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Die ersten Trassenzusagen von der für die Vergabe zuständigen Bahn-Tochter DB Netz lägen vor. Während die Bahn im Regionalverkehr schon seit längerem private Konkurrenten hat, ist die Fernstrecke bisher noch ihr Monopol.

Zunächst wolle MSM zwei Verbindungen täglich – jeweils hin und zurück – anbieten, erklärte Maedge. Der Zug starte in Köln und werde in Hannover geteilt, ein Zugteil fahre dann weiter nach Berlin, der andere nach Hamburg. Der Einstiegspreis solle bei 19,90 Euro liegen, aber das Preissystem werde flexibel sein, ähnlich wie bei Billigfliegern: Bei stärker gefragten Zügen und kurzfristigen Buchungen sind die Fahrkarten teurer. „Das wäre wirtschaftlich sonst nicht machbar“, sagte Maedge. „Es werden aber auf jeden Fall attraktive Preise im zweistelligen Bereich sein.“

Die Züge sollten reservierungspflichtig sein. „Wir wollen eine Sitzplatzgarantie geben und komfortables Reisen ermöglichen“, sagte Maedge. Die Fahrtzeiten würden variieren, aber deutlich unter fünf Stunden liegen. In den Zügen werde MSM auch einen gastronomischen Service anbieten.

MSM organisiert bisher Bahnreisen, zum Beispiel mit Party- oder Sonderzügen. Dass das Unternehmen nun ins Fernstrecken-Geschäft einsteigen will, habe sich aus einer längeren Marktbeobachtung und steigender Nachfrage von Kunden ergeben. „Wir sehen da durchaus Potenzial, der Markt ist da“, sagte Maedge. Einen finanziellen Gewinn erwartet er im Anfangsstadium noch nicht: „In den ersten zwei bis drei Jahren müssen wir sehen, dass wir eine Null schreiben. Alles andere wäre unrealistisch.“

dpa

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