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Weltweit Europaweite Razzien wegen gefälschter Krebsmedikamente
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Europaweite Razzien wegen gefälschter Krebsmedikamente
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12:42 25.01.2019
Die Polizei hat wegen gefälschter Krebsmedikamente mehrere Wohnungen und Firmensitze durchsucht. Quelle: dpa
Eberswalde

Das Landeskriminalamt Brandenburg hat am Mittwoch mehrere Wohnungen und Firmensitze in Baden-Württemberg, Ungarn und der Schweiz durchsucht. Die Behörden ermitteln wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz, teilte das Polizeipräsidium am Freitag mit. Im Fokus steht dabei ein Pharmagroßhändler aus Baden-Württemberg, der seit dem Frühjahr 2018 Krebsmedikamente mit gefälschten Packungen und Beipackzetteln vertrieben haben soll. Noch unklar sei, ob auch die Wirkstoffe der Arzneimittel gefälscht wurden. Eine konkrete Gesundheitsgefährdung für Patienten konnte noch nicht festgestellt werden.

Die Manipulationen seien erstmals einem Brandenburger Pharma-Großhändler aufgefallen, so das Polizeipräsidium. Dieser informierte das zuständige Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit, das umgehend den Vertrieb dieser Charge in Deutschland und Europa stoppte. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und gewerbsmäßigen Betrugs aufgenommen.

Immer wieder wird mit gefälschten Präparaten gehandelt. Hintergrund sind laut der Behörden die Forderungen der Krankenkasse an die Großhändler auch Medikamente anzukaufen, die für Märkte in anderen europäischen Staaten bestimmt waren. Die Kosten werden dadurch erheblich reduziert, denn die Preisspannen betragen in verschiedenen europäischen Ländern bis zu 100 Prozent.

Von RND/dpa

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