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Weltweit Firmengruppe übernimmt Deutsche See
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Firmengruppe übernimmt Deutsche See
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14:23 13.02.2018
Der Fisch-Großhändler Deutsche See wechselt den Besitzer. Quelle: dpa
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Bremerhaven

 Der größte deutsche Fischverarbeiter und -vermarkter wechselt den Besitzer. Die niederländisch-deutsche Unternehmensgruppe Parlevliet & Van der Plas (P&P) übernimmt sämtliche Anteile an Deutsche See aus Bremerhaven. Das teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. „P&P und die Deutsche See sind jetzt vertikal miteinander verbunden, vom Fischfang bis zum Teller.“

Die beiden Eigentümer von Deutsche SeeEgbert Miebach und Peter Dill, hätten sich aufgrund einer schweren Erkrankung von Miebach gemeinsam für den Verkauf entschieden. "Dieser Schritt ist uns wirklich schwergefallen, aber aufgrund der tragischen persönlichen und familiären Situation von Egbert ist er unausweichlich", sagte Dill. Unter dem neuen Eigentümer werde Deutsche See ein „selbständig agierender Teil“ bleiben. Die 22 deutschen Niederlassungen mit über 1700 Mitarbeitern würden unverändert bestehen bleiben.

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Die 1939 gegründete Firma beliefert mehr als 35.000 Kunden mit Fisch und Meeresfrüchten, zum Beispiel Supermärkte und Restaurants. Seit einigen Jahren betreibt sie auch einen Online-Shop. Schlagzeilen machte sie, als sie VW als erster Großkunde wegen des Abgasskandals verklagte: Sie fühlte sich vom Autohersteller getäuscht und verlangte Leasingraten und Wartungskosten in Höhe von etwa 12,5 Millionen Euro zurück. Vor Gericht scheiterte sie jedoch.

P&P beliefert Deutsche See seit Jahrzehnten

 P&P mit Hauptsitz im niederländischen Katwijk beschäftigt weltweit über 6000 Mitarbeiter auf über 40 Fangschiffen und in Verarbeitungsbetrieben. Das Unternehmen beliefert Deutsche See seit Jahrzehnten. „Meine Erfahrungen auf den Beschaffungs- und Produktionsmärkten werde ich dazu nutzen, das von Grund auf gesunde Unternehmen Deutsche See auch weiterhin in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagte P&P-Chef Dirk-Jan Parlevliet. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Von Irena Güttel und Christian Wölbert