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Weltweit GM macht Hoffnung auf den Erhalt der deutschen Opel-Werke
Nachrichten Wirtschaft Weltweit GM macht Hoffnung auf den Erhalt der deutschen Opel-Werke
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22:17 24.11.2009
Quelle: ddp
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GM gab derweil in Detroit bekannt, dass der geplante Verkauf der insolventen schwedischen Tochter Saab geplatzt ist.

Das Traditionswerk Bochum werde auch künftig ein „wichtiger Standort“ für Opel bleiben, sagte Reilly nach einem Treffen mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Reilly kündigte an, dass bei der Sanierung von Opel in ganz Europa zwischen 9000 und 9500 Stellen gestrichen und die Fertigungskapazitäten um 25 Prozent gekürzt werden sollen.

Auch Kaiserslautern werde in Zukunft „eine wichtige Rolle für Opel spielen“, sagte Reilly nach einem Treffen mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD). Es gebe bereits eine Vereinbarung über den Erhalt des Werks, fügte Reilly hinzu. Diese werde nun umgesetzt. Am Mittwoch wollte sich Reilly zur Sanierung des Mutterwerks Rüsselsheim und des Standorts Eisenach äußern. GM will Konzernangaben zufolge sein Sanierungskonzept für Opel am Mittwoch den Arbeitnehmervertretern vorstellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilte mit, dass GM den staatlichen Brückenkredit für Opel zurückgezahlt hat. „Der Steuerzahler hat keinen Cent verloren“, sagte Merkel. Bund und Länder hatten für Opel an Pfingsten 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um den deutschen Autobauer vor der Insolvenz der US-Mutter zu retten. Das Geld musste bis 30. November zurückgezahlt werden. „Es war absolut richtig hier eine Brücke zu bauen“, sagte Merkel.

Die Zukunft der schwedischen GM-Tochter Saab steht derweil wieder in Frage. Die potenziellen Käufer um den exklusiven schwedischen Sportwagenbauer Koenigsegg hätten ihr Angebot zurückgezogen, teilte GM in Detroit mit. GM-Chef Fritz Henderson zeigte sich über die Entscheidung „sehr enttäuscht“, er wertete sie als „plötzlichen Kurswechsel“. Sein Konzern werde nun in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen mit Saab beraten.

Die Firma Koenigsegg teilte in Stockholm mit, dass „wir nach sechs Monaten intensiver Arbeit zu dem schwierigen und schmerzhaften Schluss gekommen sind, dass wir zum Kauf von Saab nicht in der Lage sind“. Der 1947 gegründete Autobauer Saab hatte im Februar Insolvenz angemeldet, er sollte an Koenigsegg verkauft und saniert werden. Im September hatte Koenigsegg bekannt gegeben, dass sich der chinesische Autobauer BAIC an dem Geschäft beteiligen wolle, weil der Kaufinteressent alleine nicht genug Geld für die Kauf von Saab habe.

AFP

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