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Weltweit GM weist nachgebessertes Angebot von Magna zurück
Nachrichten Wirtschaft Weltweit GM weist nachgebessertes Angebot von Magna zurück
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10:48 29.07.2009
Der Opel-Betriebsrat rechnet im Falle einer Übernahme mit einem starken Stellenabbau. Quelle: Martin Öser/ddp
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Das neue Angebot habe Forderungen enthalten, "die einfach nicht umgesetzt" werden können, schrieb GM-Chefunterhändler John Smith in einem Unternehmensblog. Diese Forderungen hätten sich auf Patentrechte und das Russland-Geschäft bezogen.

Das neue Angebot von Magna weiche mit seinem Inhalt von den Verhandlungen in den vergangenen Wochen ab, schreibt Smith. Den neuen Forderung Magnas könne GM nicht nachkommen, etwa weil bei den Fragen um Patente auch die Rechte von GM-Kooperationspartnern betroffen seien. Das neue Angebot könne in dieser Form daher nicht verhandelt werden.

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Das Angebot des Finanzinvestors RHJ International (RHJI) hingegen betrachte GM als "vollständig", erklärte Smith. Es habe eine "viel einfachere Struktur und wäre viel einfacher auszuführen". Das Konzept sehe niedrigere Forderungen nach staatlicher Hilfe für den Umbau von Opel vor und passe besser mit der globalen Ausrichtung von GM zusammen. Deswegen sei das Angebot von RHJ eine "vernünftige und tragfähige Option", erklärte Smith.

Trotz des als einfacher eingeschätzten Angebots von RHJ habe GM momentan "keine spezifische Präferenz" für einen Bieter, erklärte Smith. Mit Magna werde weiter "ernsthaft" verhandelt, um zu einem Angebot zu kommen, das auch umgesetzt werden kann. GM sei sich bewusst, dass Magna von Seiten der Gewerkschaften und mehrerer Politiker bevorzugt werden. Es werde daran gearbeitet so zügig wie möglich zu einer Lösung für Opel zu kommen. GM gehe weiterhin davon aus, dass die Verhandlungen Ende September abgeschlossen werden können, erklärte Smith.

afp

29.07.2009
Jens Heitmann 29.07.2009
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