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Weltweit „Große Stabilität für VW“
Nachrichten Wirtschaft Weltweit „Große Stabilität für VW“
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20:40 27.11.2009
Christian Wulffs Thesen zur VW-Zukunft fanden in Braunschweig ein offenes Ohr. Quelle: Archiv
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Es werde ein Aktionärstreffen „mit historischem Charakter“, sagte Wulff bei einer Betriebsversammlung am Freitag im VW-Komponentenwerk in Braunschweig. Vor rund 3000 Beschäftigten betonte Wulff: „VW ist nicht trotz, sondern wegen der Mitbestimmung und wegen der Beteiligung des Landes so stark.“

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am nächsten Donnerstag in Hamburg sollen die Aktionäre unter anderem darüber abstimmen, dass eine Sperrminorität von 20 Prozent und die Entsendung von zwei Vertretern des Landes in den Aufsichtsrat in der Satzung festgeschrieben werden. „Das bedeutet eine große Stabilität für VW“, sagte Wulff.

Auch Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh misst der Hauptversammlung große Bedeutung bei: „Mit der Satzungsänderung machen wir unser VW-Gesetz wetterfest“, sagte er. Wulff gab sich optimistisch, dass die Satzungsänderung mit mehr als 80 Prozent der Stimmen angenommen wird. Das setzt voraus, dass alle drei Großaktionäre – die Familie Piëch/Porsche, das Emirat Katar und das Land Niedersachsen – zustimmen. „Ich freue mich, dass auch die Familien Piëch und Porsche die Forderungen der Arbeitnehmer der Marken des Volkswagen-Konzerns und von Porsche im ganzen Umfang mittragen“, sagte Osterloh. Zu den Forderungen gehörte auch der Erhalt des VW-Gesetzes.

„Wir haben schwierige Jahre hinter uns“, erinnerte Wulff an den Kampf mit der EU-Kommission um das VW-Gesetz und an den Übernahmeversuch von Porsche. Das neue VW-Gesetz sei vereinbar mit dem EU-Recht und werde einer erneuten Überprüfung durch die EU standhalten. Zudem werde der neue EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) inzwischen „sicher auch fürs VW-Gesetz sein, weil ja jetzt auch Porsche unter dem Schutz des VW-Gesetzes steht“.

Zum neuen VW-Standort in Osnabrück sagte Wulff am Rande der Versammlung, er hoffe, dass dort auch Porsche-Modelle gebaut würden. „Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten Tagen eine Einigung mit Magna gibt, den Boxster und Cayman in Osnabrück zu fertigen“, sagte Wulff. Dies sei jedoch eine Entscheidung von Porsche. In den vergangenen Tagen hatte es geheißen, Porsche wolle die Sportwagen nicht mehr beim österreichischen Unternehmen Magna, sondern am künftigen VW-Standort Osnabrück – dem bisherigen Karmann-Gelände – produzieren. Porsche dementierte, dass Magna 400 Millionen Euro als Entschädigung im Fall einer Vertragskündigung fordert. „Das ist absurd“, sagte ein Porsche-Sprecher.

lni

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