Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit „In zehn Jahren wird die Luft sauberer sein“
Nachrichten Wirtschaft Weltweit „In zehn Jahren wird die Luft sauberer sein“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:48 27.02.2019
ICCT-Direktor Peter Mock machte 2015 den Diesel-Skandal publik. Quelle: Thomas Trutschel/photothek.net
Anzeige
Berlin

Peter Mock, Direktor am International Council on Clean Transportation (ICCT), deckte 2015 den Diesel-Skandal auf und brachte damit den damaligen VW-Chef Martin Winterkorn zu Fall.

Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erklärt er, warum die Luftqualität in Deutschland durch Verkehrsbelastung so schlecht ist – und dennoch Hoffnung auf Besserung besteht.

Lesen Sie hier: Feinstaub und Ozon: Deutschland hat die weltweit höchste Sterberate

Herr Mock, die Zahlen, die das ICCT am Mittwoch zu Feinstaub und Ozon vorlegt, gehen auf das Jahr 2015 zurück, als Sie den Diesel-Skandal aufdeckten. Warum sind die Werte so alt?

Es geht leider nicht schneller. Wir würden uns auch wünschen, dass die Erhebung nicht so lange dauert. Dafür liegen jetzt erstmals weltweit vergleichbare Daten vor.

Nach Ihren Ergebnissen ist die Luftbelastung in Berlin ähnlich hoch wie in Mailand oder Kiew. Hat sie das überrascht?

Das ist nicht nur überraschend, sondern schockierend. Es schockiert mich, dass Deutschland derart negativ hervorsticht. Unter den sechs schmutzigsten Städten sind drei aus Deutschland. Mit Stuttgart konnte man rechnen – mit Berlin eher nicht.

Woran liegt es, dass Deutschland so schlecht abschneidet?

Der Anteil an Diesel-Fahrzeugen im Verkehr liegt in Deutschland überproportional hoch. Davon sind nicht nur die Ballungszentren betroffen. 2015 waren deutsche Diesel kaum mit Partikelfiltern ausgestattet. Das ist inzwischen anders. Für die Zukunft besteht daher Anlass zur Hoffnung. In zehn Jahren wird die Luft sauberer sein. Unsere Studie zeigt, dass vor allem die Grenzwerte für Feinstaub immer noch zu hoch sind. Sie liegen in Deutschland derzeit bei 25 Mikogramm je Kubikmeter Luft. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt 10 Mikrogramm. Der Durchschnitt in Deutschland betrug im Erhebungszeitraum 13 bis 14 Mikrogramm. Wir fordern, dass die deutschen Grenzwerte an die WHO-Empfehlung angepasst werden.

Von Jörg Köpke/RND

Ein Sportartikel mit dem Namen Renn-Hidschab sorgt in Frankreich für Wirbel: Die Kette Decathlon hat ein Kopftuch für Joggerinnen angekündigt und damit für scharfe Kritik gesorgt. Nun macht das Unternehmen allerdings eine Kehrtwende.

26.02.2019

Nach der Umweltoffensive von Real legen Edeka und Aldi nach. Künftig wollen die beiden Handelsketten ihren Kunden bei der Mülltrennung unter die Arme greifen.

26.02.2019

Der VW „Jetta“ soll in China eine eigene Marke werden. Das Modell gilt als VW Käfer der Volksrepublik.

26.02.2019