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Weltweit Ifo-Index fällt den fünften Monat in Folge
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Ifo-Index fällt den fünften Monat in Folge
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10:26 24.09.2014
Das Geschäftsklima verdüstert sich: In diesem Monat fiel der Ifo-Index auf 104,7 Punkte. Quelle: dpa
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Berlin/München

Das ist der niedrigste Wert seit April 2013. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 105,7 Zäler erwartet. "Der deutsche Konjunkturmotor läuft nicht mehr rund", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Führungskräfte schätzten sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter ein als zuletzt.

Mit dem erneuten Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers schwinden die Chancen auf ein kräftiges Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Angesichts der Verunsicherung durch die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten war das Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr überraschend um 0,2 Prozent geschrumpft. Der Bundesverband der Deutschen Industrie senkte seine Wachstumsprognose von 2,0 auf 1,5 Prozent.

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Nach einer Studie des Ifo-Instituts liegt Ostdeutschland auch 25 Jahre nach dem Mauerfall noch  wirtschaftlich weiter deutlich hinter dem Westen zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf liege auf dem Gebiet der früheren DDR bei 66 Prozent der ehemaligen Bundesrepublik. Der Abstand zwischen Ost und West bleibe seit Jahren praktisch konstant, von einem Aufholen auf Westniveau sei kaum eine Spur.

„Die angestrebte 'Angleichung der Lebensverhältnisse' hat Deutschland nicht geschafft", erklärte das Ifo-Institut. Von 1995 bis 2013 sei die Wirtschaft im Osten zwar um 20 Prozent gewachsen, im Westen allerdings um 27 Prozent. Es sei zu befürchten, „dass weite Teile Ostdeutschlands auch künftig zu den strukturschwachen Regionen gehören werden".

reuters/afp

23.09.2014
23.09.2014