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Weltweit Immer mehr junge Leute kaufen Bioprodukte
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08:34 20.08.2013
Von Carola Böse-Fischer
Die regionale Herkunft von Lebensmitteln spielt bei jungen Leuten eine wichtige Rolle. Quelle: dpa
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Hannover

Dagegen stehen ökologisch hergestellte Lebensmittel bei älteren Verbrauchern nicht mehr so hoch im Kurs. Laut Studie erklärten 2012 noch 26 Prozent der Befragten zwischen 50 und 59 Jahren, ausschließlich oder häufig Biowaren zu kaufen, nun sind es noch 19 Prozent. Auch der Anteil jener, bei denen Bioprodukte nicht auf dem Einkaufszettel stehen, habe um 9 Prozentpunkte zugenommen. Insgesamt sei die Häufigkeit des Bioeinkaufs fast konstant geblieben, hieß es. Demnach kaufen 22 Prozent der Verbraucher ausschließlich oder häufig Ökoprodukte, 52 Prozent gelegentlich.

Warum Biolebensmittel bei Jüngeren beliebter werden, darüber sagt die Studie jedoch nichts, wie eine Sprecherin des Agrarministeriums einräumte. Vermutlich sei Bio in dieser Generation „einfach in“. Insgesamt ist laut Ministerium ein Bewusstseinwandel bei den Konsumenten zu beobachten. Immer mehr wollten wissen, wo Lebensmittel herkämen. Erstmals nennen die Befragten als wichtigstes Argument für den Kauf von Ökoprodukten die regionale Herkunft (87 Prozent). Dafür würden 75 Prozent einen höheren Preis zahlen. An zweiter Stelle steht eine artgerechte Tierhaltung (85 Prozent), gefolgt von einer geringeren Schadstoffbelastung (83 Prozent).

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Am häufigsten kaufen Biokonsumenten laut Studie Obst und Gemüse, gefolgt von Eiern, Kartoffeln, Milchprodukten und Brotwaren – und das immer mehr direkt beim Landwirt. Die meisten Bioprodukte werden allerdings nach wie vor im Supermarkt und beim Discounter gekauft.
In regionalen Märkten sieht Agrarministerin Ilse Aigner großes Potenzial für Biobauern. Ziel müsse sein, „möglichst viele Bioprodukte regional zu erzeugen und damit auch weite Transportwege zu vermeiden“, erklärte die CSU-Politikerin. Zurzeit können die heimischen Biolandwirte nach Angaben des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft nicht die Nachfrage bedienen. Aigner setzt ab 2014 auf eine Erhöhung der Fördersätze für Biobauern im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer ist das zu wenig. Konsequent wäre es, wenn Aigner der von Niedersachsen geforderten Umschichtung von Direktzahlungen zugunsten der ländlichen Entwicklung – also auch des Ökolandbaus – zustimmen würde, sagte der Grünen-Politiker der HAZ.

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