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Weltweit Kein weiteres Zögern bei Offshore-Netzanbindung
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Kein weiteres Zögern bei Offshore-Netzanbindung
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09:48 21.12.2012
Böhrnsen (SPD) fordert von der Bundesregierung, ihre zögerliche Haltung bei den Problemen mit der Netzanbindung der Offshore-Windenergie abzulegen.
Böhrnsen (SPD) fordert von der Bundesregierung, ihre zögerliche Haltung bei den Problemen mit der Netzanbindung der Offshore-Windenergie abzulegen. Quelle: dpa
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Bremen

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) fordert von der Bundesregierung, ihre zögerliche Haltung bei den Problemen mit der Netzanbindung der Offshore-Windenergie abzulegen. „Bis zum Ende dieses Jahres sind die Fragen der Haftungsregelung für ausbleibende oder unterbrochene Netzanbindung der Windparks nicht klar geregelt", kritisierte der Regierungschef des kleinsten Bundeslandes im dpa-Gespräch. „Dieser Langmut, den die Bundesregierung an dieser Stelle zeigt, ist absolut unverständlich und bringt die Offshore-Windenergieindustrie aber auch das ganze Thema in Bedrängnis."

Die fünf norddeutschen Bundesländer hätten ihre Sorgen immer wieder vorgetragen. "Die Bundesregierung hat das entgegengenommen, aber sie hat nicht darauf reagiert", sagte Böhrnsen. „Vor allen Dingen ist immer noch nicht geklärt wie der Netzbetreiber, das niederländische Staatsunternehmen Tennet, die Eigenkapitalmittel aufbringt, um zu garantieren, dass Windparks zu einem vereinbarten Zeitpunkt angeschlossen werden." In diesem Punkt sei die Bundesregierung immer noch untätig.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe beim zweiten Energiegipfel erklärt, dass die Bundesregierung eine staatliche Beteiligung in Erwägung ziehe, falls sich die Dinge bei Tennet nicht entscheidend verändern. „Das ist allerhöchste Zeit, da darf man nicht mehr drauf warten, sonst geht es mit der Offshore-Windenergie wirklich schief. Man hätte ein ganzes Jahr lang Zeit gehabt, diese Probleme zu lösen."

dpa