Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit Kindergeld, Rente, Porto – Was sich im Juli 2019 ändert
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Kindergeld, Rente, Porto – Was sich im Juli 2019 ändert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:41 01.07.2019
Im Juli gibt es mehre Kindergeld, die Rentenbeiträge steigen und die Post erhöht das Porto auf verschiedene Produkte. Quelle: dpa/Montage
Hannover

Freudige Nachrichten für Rentner und Eltern: Ab Juli gibt es für sie mehr Geld. Einziger Wermutstropfen: Die Deutsche Post erhöht die Portopreise – vereinfacht aber gleichzeitig die Bestimmungen für die Bücher- und Warensendung. Die wichtigsten Änderungen für Verbraucher und Arbeitnehmer im Juli 2019 im Überblick:

Änderungen im Juli 2019

• Erhöhung des Kindergeldes

• Rentenerhöhung

• Höhere Portopreise

• Erweiterte Gleitzone für Midijobber

• Frist für Einreichung der Steuererklärung

Lesen Sie hier, was sich im Juni 2019 geändert hat.

Mehr Kindergeld ab Juli 2019

Familien mit Kindern erhalten in Deutschland zum 1. Juli mehr Geld. Neben dem Kindergeld erhöhen sich auch der Kinderzuschlag und der Kinderfreibetrag.

Durch die Erhöhung um zehn Euro pro Kind steigt das Kindergeld für das erste und zweite Kind auf 204 Euro im Monat. Für das dritte Kind erhalten Eltern zukünftig 210 statt bisher 200 Euro monatlich. Für alle weiteren Kinder gibt es von der Familienkasse ab 1. Juli 235 Euro im Monat.

Einkommensschwache Familien können zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag erhalten. Durch das im März verabschiedete „Starke-Familien-Gesetz“ erhöht sich der Zuschlag zum 1. Juli auf 185 Euro pro Monat und Kind.

Auch der Kinderfreibetrag steigt zum 1. Juli, um 192 Euro auf zukünftig 7620 Euro jährlich pro Kind für jedes Elternteil. Bei getrennt lebenden Eltern wird für beide Elternteile jeweils die Hälfte des Kinderfreibetrags berechnet.

Höhere Renten ab Juli 2019

Zum 1. Juli erhöhen sich die Renten. Die Rentenbezüge steigen in den alten Bundesländern um 3,18 Prozent, in den neuen um 3,91 Prozent. Der Rentenwert Ostdeutschlands erreicht damit 96,5 Prozent des Wertes in Westdeutschland.

Mehr zum Thema lesen Sie hier:
Die Renten steigen kräftig – das muss man jetzt dazu wissen

Erhöhte Portopreise ab Juli 2019

Die Deutsche Post erhöht die Portopreise für Briefe, Postkarten und andere Produkte. Ab Juli kostet das Versenden eines Standardbriefes im Inland 80 statt bisher 70 Cent. Briefmarken für Postkarten kosten zukünftig 60 statt 45 Cent. Auch auf andere Briefarten entfällt ab Juli ein höheres Entgelt.

Das sind die neuen Portopreise ab Juli 2019 im Überblick:

• Postkarte: 0,60 Euro (International: 0,95 Euro)

• Standardbrief: 0,80 Euro (International: 1,10 Euro)

• Kompaktbrief: 0,95 Euro (International: 1,70 Euro)

• Großbrief: 1,55 Euro

• Maxibrief: 2,70 Euro

Gleichzeitig zur Portoerhöhung ändert die Post die Bestimmungen für die Bücher- und Warensendung. Bisher gab es sechs Produkte zum Bücher- und Warenversand, die sich an Größe und Gewicht der Sendung orientiert haben. Ab 1. Juli 2019 wird es nur noch zwei Produkte geben: Bücher- und Warensendungen bis 500 Gramm (1,90 Euro) und solche bis 1000 Gramm (2,20 Euro).

Erweiterte Gleitzone für Midijobber

Sogenannte Midijobber dürfen ab Juli bis zu 1300 Euro im Monat verdienen. Die Gleitzone (offiziell „sozialversicherungsrechtlicher Übergangsbereich“ genannt) reicht damit zukünftig von 450,01 bis 1300 Euro, statt bisher 850 Euro. Innerhalb der Gleitzone zahlen Arbeitnehmer verminderte Sozialversicherungsbeiträge.

Neu ist zudem, dass Arbeitnehmer, deren monatliches Bruttoeinkommen innerhalb der Gleitzone liegt, weiterhin verminderte Rentenbeiträge zahlen, aber erstmals nichts von ihren Rentenansprüchen einbüßen. Für Arbeitgeber ändert sich nichts, sie steuern weiterhin den halben Beitragssatz zur Sozialversicherung bei.

Mehr Informationen:
Durchblick im Mini- und Midijob-Dschungel

Steuererklärung: Abgabefrist bis 31. Juli

Die Frist für die Einreichung der Steuererklärung an das Finanzamt ist seit diesem Jahr der 31. Juli. Bislang war der 31. Mai der Stichtag für die Einreichung. In Ausnahmefällen (zum Beispiel Krankheit oder Auslandsaufenthalt) kann eine Verlängerung bis zum 30. September schriftlich beim Finanzamt beantragt werden. Für Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine verlängert sich die Abgabefrist bis zum 28. beziehungsweise 29. Februar des übernächsten Jahres.

Von pf/RND

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie kaum eine andere Branche leben Outdoor-Ausstatter vom Geschäft mit der Natur. Immer mehr von ihnen setzen auch auf nachhaltige Produkte, wie sich bei der Outdoor-Messe in München zeigt. Nun müssten nur noch die Kunden mitspielen.

01.07.2019

Aldi eröffnet in China neue Filialen – die für den Discounter unerwartet schick sind. Das ist Teil einer Strategie, zu der es in China kaum Alternativen gibt.

01.07.2019

Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) fürchtet, dass bald Bankkunden Strafzinsen auf ihre Bankkonten zahlen müssen. Die Geldinstitute könnten gar keine andere Wahl haben, so Füracker.

01.07.2019