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18:59 17.10.2018
Mehr Chance als Gefahr: Roboterauto-Studie von VW Quelle: dpa
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Hannover

Von 1980 bis heute hat sich die Zahl der Autos ungefähr verdoppelt – die Zahl der Verkehrstoten sank aber von 13.000 auf rund 3000. Zu verdanken haben wir das in erster Linie Techniken wie ABS, ESP und Airbags. Dieser Rückblick hilft auch bei den Diskussionen über die Zukunft.

Oft wird das autonome Fahren als überflüssige bis unrealistische Spielerei abgestempelt oder als Job-Killer gefürchtet. Wir sollten stattdessen mehr darüber nachdenken, wie wir die Einführung beschleunigen können. Die Statistik zeigt eindrücklich: Für Gefahr auf der Straße sorgt der Mensch – die Technik hingegen schützt.

Die neue Prognos-Studie geht zwar davon aus, dass das autonome Fahren bis 2050 nur wenige Leben rettet. Die Forscher zweifeln aber keineswegs am Sinn der Technik. Stattdessen gehen sie davon aus, dass Roboterautos sich relativ langsam am Markt durchsetzen und erst ab ungefähr 2040 auch auf Landstraßen allein fahren können.

Schon viel früher, so glauben die Wissenschaftler, wirken neue Funktionen wie Notbremsassistenten, die Fußgänger erkennen. Tatsächlich sollte die Politik diese Funktionen zur Pflicht machen, wenn nachgewiesen ist, dass sie ihr Versprechen einhalten.

Das würde auch die Einführung autonomer Fahrzeuge beschleunigen. Bei den Assistenten behält zwar der Mensch die Hände noch am Steuer. Doch sie sind immer auch wichtige Bausteine für Roboterautos. Je früher sie sich durchsetzen, desto schneller werden wir auch komplett autonome Fahrzeuge sehen.

Von Christian Wölbert

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