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Weltweit Abbruch ist keine Option
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Abbruch ist keine Option
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20:29 22.03.2019
Die Nord/LB soll kleiner werden – doch wie klein? Quelle: dpa
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Hannover

Nicht nur hannoversche Fußballfans schauen zurzeit neidisch nach München. Auch im Finanzsektor agieren die Bayern zurzeit deutlich erfolgreicher als die Niedersachsen: Die BayernLB verkündete am Donnerstag einen Jahresgewinn von über 800 Millionen Euro. Die Nord/LB hingegen muss mit Milliarden gerettet werden und steht vor einem großen Stellenabbau. Und jetzt streiten sich ihre Retter, die Sparkassen und das Land Niedersachsen, auch noch darüber, was die Bank künftig eigentlich tun soll und wie groß sie sein darf.

Der Streit lässt erahnen, wie stark der Frust der Sparkassen über die Nord/LB ist. Erst verweigerten sie die Hilfe, dann haben sie sich in letzter Sekunde doch noch durchgerungen. Nun wollen sie wenigstens dafür sorgen, dass es wirklich das allerletzte Mal war, dass sie für die Abenteuer einer Landesbank zur Kasse gebeten werden. Außerdem wollen sie die verbliebenen Landesbanken zu einem gemeinsamen Spitzeninstitut fusionieren, um Kosten zu sparen. Beide Ziele sind nachvollziehbar. Doch es sprechen auch gute Gründe gegen eine radikale Schrumpfkur. Die Nord/LB verdient in fast allen Bereichen Geld, zum Beispiel mit der Finanzierung von Flugzeugen und Windparks, mit Firmenkrediten und Immobilien. Nur die Schiffskredite haben sie in den Abgrund gerissen.

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Die Landesregierung und die Sparkassen müssen nun einen Kompromiss finden. Das wird für beide Seiten schmerzhaft. Der Abbruch der Verhandlungen ist allerdings keine Option: Eine Abwicklung der Nord/LB würde wohl Garantien in Höhe von etwa 20 Milliarden Euro erfordern. Das kann sich keine der beiden Seiten leisten.

Von Christian Wölbert

22.03.2019
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