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Weltweit Audi soll Aufklärung von Abgasskandal zwei Jahre lang verschleppt haben
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Audi soll Aufklärung von Abgasskandal zwei Jahre lang verschleppt haben
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11:53 05.07.2019
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt laut „Spiegel Online“ den früheren Audi-Chef Rupert Stadler, nach der Aufdeckung des Dieselskandals in den USA eine systematische Untersuchung europäischer Modelle unterlassen zu haben. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Hannover

Autobauer Audi soll bei der Aufarbeitung des Dieselskandals die Behörden hintergangen haben: Einem Bericht des „Spiegels“ zufolge hat Audi das Kraftfahrtbundesamt betrogen und das Ausmaß der Abgasmanipulation verschleiert.

Demnach soll Audi unter anderem Erkenntnisse über die verbotene Software in Abgasreinigungsanlagen zurückgehalten haben. Auch seien Dokumente manipuliert und Messergebnisse vertuscht worden, berichtet der „Spiegel“.

Die Zeitschrift beruft sich dabei auf zahlreiche Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft München. Diese ermittelt seit zwei Jahren gegen Audi.

Stadler beschuldigt

Hintergrund soll die Angst Audis vor einem Produktionsstopp in Europa gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft beschuldige den früheren Audi-Chef Rupert Stadler, nach der Aufdeckung des Dieselskandals in den USA eine systematische Untersuchung europäischer Modelle unterlassen zu haben – obwohl es Hinweise auf illegale Funktionen gegeben habe, heißt es in dem Bericht.

Mittlerweile sollen die Probleme dem Kraftfahrtbundesamt aber bewusst sein: So sind viele Dieselmodelle von Audi in die Werkstätten gerufen worden. Überdies schreibt „Spiegel Online“, dass das Amt zwischendurch sogar angezweifelt habe, ob Audi überhaupt noch den Anforderungen an einen Autohersteller genüge.

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