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Weltweit Mehr Langzeitarbeitslose in Niedersachsen
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16:18 22.01.2015
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt um 2,5 Prozent auf fast 100.000 an. Quelle: dpa
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Hannover

Trotz steigender Beschäftigungszahlen hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen und Bremen kaum verändert. Grund sei die erneut leicht wachsende Zahl der Langzeitarbeitslosen, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Hannover mit. „Wir beobachten seit geraumer Zeit, dass mehr Beschäftigung nicht mehr automatisch den Abbau von Arbeitslosigkeit bedeutet“, sagte der Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, Klaus Stietenroth. Während sich die niedersächsische Arbeitslosenquote 2014 insgesamt um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 6,5 Prozent verringerte, stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 2,5 Prozent auf fast 100 000 an.

Seit 2011 bewege sich die Zahl der Menschen, die mindestens seit einem Jahr arbeitslos gemeldet sind, auf diesem Niveau, sagte Stietenroth. Damit werde ihre Chance auf Beschäftigung immer geringer. In Bremen verringerte sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu 2013 dagegen leicht um 420 auf nun 16 160 Menschen. Die Arbeitslosenquote blieb nahezu konstant bei knapp elf Prozent.

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Ein Sorgenkind der Arbeitsagentur sind nach wie vor auch die Geringqualifizierten. „Arbeitslose ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung haben deutlich schlechtere Chancen“, sagte Stietenroth. Fast jeder zweite Arbeitslose in Niedersachsen hatte im vergangenen Jahr keine abgeschlossene Berufsausbildung, in Bremen waren es fast zwei Drittel.

Ältere haben kaum Chancen

Auch ältere Menschen haben kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Anteil der über 55-Jährigen an allen niedersächsischen Arbeitslosen stieg 2014 um 4,3 Prozent. „Unternehmer müssen das Fachkräfte-Potenzial der Älteren erkennen und handeln“, sagte Stietenroth und appellierte an die Arbeitgeber, mehr Ältere einzustellen.

Um die Zahl der Langzeitarbeitslosen zu senken, verfolgen die Bundesagentur und die Jobcenter eine Doppelstrategie: Es gebe eine intensivere Betreuung und eine erhöhte Zahl von Jobvermittlern. Gleichzeitig versuche man durch mehr Angebote zu verhindern, dass Menschen überhaupt in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen. Für das Jahr 2015 erwartet Stietenroth, dass sich die Spreizung weiter fortsetzt. Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen und Bremen in diesem Jahr gleichbleibt oder nur leicht sinkt.

dpa

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