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Weltweit Niedersachsen will Öko-Prüfern Zulassung entziehen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Niedersachsen will Öko-Prüfern Zulassung entziehen
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09:30 12.05.2013
Niedersachsen zieht Konsequenzen aus dem Schwindel mit falsch deklarierten Eiern aus übervollen Hühnerställen. Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsen zieht Konsequenzen aus dem Schwindel mit falsch deklarierten Eier aus übervollen Hühnerställen. Mindestens ein zuständiges Prüf-Institut solle seine Zulassung verlieren, berichtet „Der Spiegel“ in seiner jüngsten Ausgabe. Eine Sprecherin des niedersächsischen Agrar- und Verbraucherministeriums bestätigte der Nachrichtenagentur dpa: „Es ist richtig, dass wir als Land insbesondere nach dem Überbelegungsskandal einige Zweifel an der Arbeit bestimmter Ökokontrollstellen haben. Wir haben daher uns bekanntgewordene Mängel an die für die Zulassung zuständigen Behörden weitergeleitet.“

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer kündigte zudem eine Aufstockung staatlicher Öko-Kontrolleure an. Er erklärte: „Auch planen wir im Rahmen des Gesamtkonzeptes zur Verstärkung des Verbraucherschutzes eine personelle Verstärkung der staatlichen Ökokontrolle. Wir wollen mehr Sicherheit für den Verbraucher, dass Biolebensmittel auch nach den Biostandards produziert werden.“ Dem Bericht zufolge hat das Land bei der zuständigen Bundesanstalt für ein Institut schon einen entsprechenden Antrag aus Zulassungsentzug gestellt. Begründung: Seine Inspektionen seien unwirksam gewesen.

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Bei dem Skandal waren Ende Februar Verdachtsfälle wegen möglicherweise millionenfach falsch deklarierter Eier in Niedersachsen und anderen Bundesländern bekanntgeworden. Eier aus Freiland- und Bodenhaltung sowie von Bio-Betrieben vor allem aus Niedersachsen sollen unter Verstößen gegen Vorschriften zur Hühnerhaltung in den Handel gelangt sein. Dabei ging ausschließlich um Überbelegung der Ställe. Ins Rollen gebracht hatte die Ermittlungen ein Zivilverfahren vor dem Osnabrücker Landgericht. Dabei war aufgefallen, dass ein Landwirt aus dem Emsland statt der im Biostall erlaubten 12.000 Junghennen 15.000 Tiere hielt. 

dpa