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Weltweit Norddeutschlands größte Bank erreicht ihre Ziele
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Norddeutschlands größte Bank erreicht ihre Ziele
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16:10 29.11.2017
Die Norddeutsche Landesbank in Hannover schreibt  nach dem Riesenverlust im vergangenen Jahr jetzt wieder  Gewinn. Quelle: imago/localpic
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Hannover

 Norddeutschlands größte Bank wird nach dem Milliardenverlust im vergangenen Jahr 2017 wieder einen passablen Gewinn abliefern. Dies zeichnet sich nach den ersten drei Quartalen ab. Bis Ende September hat die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) einen Vorsteuergewinn von 326 Millionen Euro Gewinn eingefahren – gegenüber einem Verlust von 624 Millionen Euro in der gleichen Vorjahreszeit. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 228 Millionen Euro (2016: minus 736 Millionen Euro). „Das ist ein solides Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können“, sagte Bankchef Thomas Bürkle. „Es zeichnet sich ab, dass wir alle Ziele, die wir uns für 2017 gesetzt haben, auch erreichen werden.“

Die Bank profitiert vor allem von erheblich geringeren Abschreibungen auf das riesige Portfolio an Schiffskrediten, von denen ein beträchtlicher Teil nicht vertragsgerecht bedient wird. Beim Abbau dieses Kreditbestandes kommt das Geldhaus aber nach eigenen Angaben schneller voran als gedacht. Bis Jahresende dürfte das Volumen auf 13 Milliarden Euro sinken  – was eigentlich erst für Ende 2018 geplant war. Etwa zwei Drittel davon sind „problembehaftet“, aber die Nord/LB will bis Ende 2019 die faulen Kredite in ihrer Bilanz fast halbieren. Insgesamt wird für die Schiffssparte ein Volumen von 10 Milliarden Euro angestrebt. Die Bank komme auch bei der angestrebten Aufstockung der Kapitalquote voran, hieß es.  Dies ist wichtig, weil davon die Stabilität des Instituts in Krisenzeiten abhängt. 

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Die Bank steckt derzeit in einem großen Umbau. Dazu gehört auch die Integration der Bremer Landesbank, die „in Rekordzeit“ gelungen. Bis 20020 will die Bank etwa 1200 Stellen streichen.  Neben der Bewältigung der Altlasten gibt die Nord/LB aber auch Gas beim Neugeschäft. So gelang ihr kürzlich ein Großabschluss in Schweden: Dort wird sie zusammen mit Partnern den größten Windpark Europas finanzieren.

Von Albrecht  Scheuermann