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Weltweit Nord/LB bleibt weiter vorsichtig
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Nord/LB bleibt weiter vorsichtig
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07:54 27.11.2009
Von Albrecht Scheuermann
Nord/LB-Chef Gunter Dunkel gibt sich trotz des Gewinnanstiegs zurückhaltend. Quelle: Christian Behrens
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Erheblich gedrückt wurde das Ergebnis jedoch durch die starke Ausweitung der Risikovorsorge für mögliche faule Kredite, wie sich dem am Donnerstag vorgelegten Zwischenbericht der Bank entnehmen lässt. Unübersehbare Spuren hinterließen auch die Verluste der DnB Nord im Baltikum. Diese Bank gehört zur Hälfte der
Nord/LB.

Unter dem Strich schrieb der Konzern in den neun Monaten einen Gewinn von 117 Millionen Euro, der damit den entsprechenden Vorjahreswert um gut 30 Prozent übertraf. Das Vorsteuerergebnis stieg ebenfalls um 30 Prozent auf 140 Millionen. „Angesichts der Marktverfassung können wir mit diesem Ergebnis zufrieden sein“, erklärte Vorstandsvorsitzender Gunter Dunkel.

Der starke Anstieg der Erträge um 44 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro sei in erster Linie der Erholung der Finanzmärkte zuzuschreiben. „Es gibt aber nach wie vor keinen Grund zur Entwarnung, vor allem nicht an den Kreditmärkten“, sagte Dunkel.
Während das Zinsergebnis der Bank um 12 Prozent auf 962 Millionen Euro zurückfiel, verbesserte sich das im Vorjahr noch deutlich negative Handelsergebnis – also der Überschuss insbesondere aus dem Eigenhandel in Wertpapieren, Finanzinstrumenten, Devisen oder Edelmetallen – um gut 800 Millionen Euro auf 485 Millionen Euro.

Dagegen schlug die Beteiligung an der DnB Nord, die unter den gewaltigen Wirtschaftsproblemen im Baltikum leidet, bei der Nord/LB mit einem Verlust von 158 Millionen Euro in den ersten neun Monaten zu Buche. Vor einem Jahr war dort noch ein Gewinn von 13 Millionen Euro geblieben.

Nach Berücksichtigung der um 14 Prozent erhöhten Verwaltungsaufwendungen endeten die drei Quartale mit einem operativen Ergebnis von gut 800 Millionen Euro, das sich damit nahezu verdoppelte. Allerdings musste die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stark nach oben gefahren werden, sodass Risikovorsorge und Abwertungen per saldo mit minus 664 Millionen Euro die Ertragsrechnung mehr als doppelt so stark belasteten wie vor einem Jahr.

Die höhere Risikovorsorge für Kredite diene als „Stoßdämpfer auf schwieriger Wegstrecke“, erklärte Dunkel. Die Bank sei damit „auch auf die kommenden Herausforderungen der Märkte vorbereitet“ und könne die Folgen der Krise aus eigener Kraft bewältigen. Die – als wichtige Kenngröße für die Solidität geltende – sogenannte Kernkapitalquote liege mit 8,2 Prozent „auf komfortablem Niveau“.

Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2009 bleibt jedoch verhalten. Es sei damit zu rechnen, „dass das vierte Quartal noch zu Belastungen des Ergebnisses führen wird“, erklärte Dunkel. Gleichwohl gehe man davon aus, „das Geschäftsjahr wiederum mit einem positiven Ergebnis abschließen“ zu können.

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